Priestermangel darf Bildungsniveau nicht senken

Botschaft des Papstes an die Kongregation des Heiligen Geistes

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VATIKAN, 28. Mai 2002 (ZENIT.org).- Der Papst bat darum, nicht aufgrund des Priestermangels und der Berufungskrisen einiger Diözesen und Orden das Bildungsniveau herabzusetzen.



"Der Rückgang der Seminaristen und Missionsberufungen darf die Qualität der Ausbildung nicht beeinträchtigen und auch die geistigen und moralischen Anforderungen für das Priestertum nicht abschwächen", so der Papst in einer am Freitag veröffentlichten Botschaft.

"Die Verkündigung des Evangeliums an die Menschen unserer Zeit erfordert treue Zeugen, die vom Geist der Heiligkeit beseelt sind, damit sie für ihre Brüder und Schwestern durch die Kraft des Wortes und vor allem durch die Authentizität ihres Lebens ein Zeichen seien".

Diese päpstliche Botschaft erging an Pater Pierre Shouver, den Generaloberen der Kongregation des Heiligen Geistes, einer in Frankreich vor fast 300 Jahren entstandenen Religiosenfamilie.

3.000 Ordensmänner gehören ihr an, von denen 2.300 Priester sind. Ihr Charisma ist die Mission und der Dienst für die Armen und Ausgestoßenen sowie Berufungsförderung in den jungen Kirchen.

Daher wurde ihnen auch die Leitung des französischen Kollegs in Rom übertragen, wo die aus Frankreich geschickten Seminaristen und zukünftigen Priester während ihres Theologiestudiums leben.

Auch diese Kongregation ist nicht frei geblieben von der Berufungskrise in der Welt. Und bei ihren Bemühungen um neue Berufungen empfahl ihnen der Papst daher in seiner Botschaft, dass sie "den Seminaristen helfen, sich auf das Mysterium durch eine humane, intellektuelle, spirituelle und pastorale Ausbildung vorzubereiten, welche es ihnen ermöglicht, sich in das Leben ihrer Diözesen zu integrieren".