Priestermangel darf niemals Auslese und Ausbildung beeinträchtigen

Papst Benedikt XVI. empfängt Teilnehmer der Vollversammlung der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika

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ROM, 20. Februar 2009 (ZENIT.org).- Der Priestermangel und das notwendige Gebet für priesterliche Berufungen, dürfe niemals die hohen Anforderungen bei der Auswahl und Ausbildung der Kandidaten schmälern, erklärte Papst Benedikt XVI. heute vor rund vierzig Teilnehmern, die zur Vollversammlung der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, mit dem Thema der „Priesterausbildung in Laterinamerika“ nach Rom gekommen waren.

Ihnen legte der Papst Benedikt XVI. ans Herz, für eine tiefe geistliche Ausbildung der Priesteramtskandidaten zu sorgen. Die Priesterseminare seien der bevorzugte Ort der Vermittlung einer tiefen Erfahrung der Gegenwart Jesu Christi, der Liebe zu ihm und zu seinem Evangelium, so der Papst.

Die Präsenz der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika erinnerte den Papst Benedikt XVI. an seinen Besuch bei der Vollversammlung der Lateinamerikanischen Bischöfe (CELAM) in Brasilien.

Es sei für ihn eine Freude, „die Berater und Mitglieder der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, die zu ihrer Vollversammlung zusammengekommen sind, zu empfangen und von Herzen zu begrüßen“, erklärte der Papst Benedikt XVI. sichtlich bewegt. „Ihrem Präsidenten, Kardinal Giovanni Battista Re, danke ich für seine freundlichen Worte, und die Weisungen und Zusammenfassung der Arbeit, die in dieser Begegnung vorgelegt worden sind“.

Der Papst erinnerte daran, dass die Kommission am 19. April 1958 durch Papst Benedikt XVI. Pius XII. eingerichtet worden, um die Arbeit der Kirche in Lateinamerika und besonders das Problem des Priestermangel zu unterstützen. 1988 erfolgte eine umfassende Neuordnung durch Johannes Paul II.

Die Entscheidung der Lateinamerikanischen Bischöfe eine „Kontinentalen Mission“ durchzuführen, werde er in seinem Gebet mittragen, versicherte der Papst Benedikt XVI. „Das gewählte Thema für die Reflexionen dieser Mission ist ein angemessener Leitfaden für den Einsatz und die Anstrengungen der Mitglieder der Kirche in diesen so geschätzten Ländern: ‚Jünger und Missionare Jesu Christi, damit unsere Völker in ihm das Leben haben’“, sagte der Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. gestand ein, das während seiner Gesprächen mit der Kurie im Vorfeld seiner Reisepläne zur V. Generalversammlung zuweilen gefragt worden sei, ob es überhauptvertretbar sei, das sich Aparecida ganz und gar einem tiefschürfenden geistlichen Thema verschrieben werde: nämlich, dass jeder Christ ein wahrer Jünger Jesu Christi werde und dies im Rahmen einer umfassenden Neu-Evangelisierung des Kontinents.

„Nein“, erklärte Papst Benedikt XVI., Aparecida lag vollkommen richtig, denn nur wenn die Liebe zu Jesus Christus und seinem Evangelium als intensive Begegnung erlebt wird, können Kräfte freigesetzt werden, die antreiben geeignete Antworten für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden.

Es ist sei notwendig und dringend, die Berufungspastoral für Priester zu verstärken und die Auslese und Ausbildung zu verbessern, so der Papst. Es sei eine menschliche, intellektuelle und geistliche Vorbereitung zu garantieren, die auf der Höhe der neuen Herausforderungen ist, denen ein Priester begegnen muss.

Der Heilige Vater rief in Erinnerung, dass jeder Priesteramtskandidat auf seinem Weg nur von dem Willen angetrieben sein darf, Jünger und Missionar der Verkündigung Christi zu werden.

Die persönliche Begegnung mit Christus und die aufmerksame Leitung durch die Bischöfe seien unabdingbare Elemente für die Entwicklung der lokalen Kirche.