Prinz Charles "tief besorgt" über Emigration der nahöstlichen Christen

Leidenschaftliche Rede zugunsten der christlichen Gemeinden im Orient

Rom, (ZENIT.org) | 274 klicks

Der britische Thronerbe verwies auf die Gefahr, das Christentum könne nach 2000 Jahren in seinen Ursprungsländern aussterben. Schuld daran sei eine Welle „organisierter Verfolgungen“, die über den Nahen Osten hinweg rolle.

Auf einem Weihnachtsempfang für religiöse Autoritäten am 17. Dezember in London sagte Prinz Charles, die Welt laufe Gefahr, etwas „unersetzlich Wertvolles“ zu verlieren mit Gemeinden, die ihre Geschichte bis in die Zeit Jesu zurückverfolgen könnten und heute vom militanten Islamismus bedroht seien.

Er sei „tief besorgt“ wegen der schwierigen Lage derer, die er als seine „Brüder und Schwestern in Christus“ bezeichnete, erklärte der Prinz und äußerte persönliche Bestürzung darüber, dass auch seine eigene Arbeit der letzten zwanzig Jahre, „Brücken zu bilden und Vorurteile abzubauen“, nun absichtlich zerstört werde von Menschen, die den Arabischen Frühling für ihre eigenen Zwecke missbrauchen wollten.

Mit dem Prinzen von Wales waren auf dem Empfang auch Prinz Ghazi von Jordanien, der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, der katholische Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, und der Oberrabbiner von Großbritannien, Ephraim Mirvis, anwesend.

Der Prinz forderte Christen, Muslime und Juden dazu auf, sich dieser Verfolgung „mit Entschlossenheit“ zu widersetzen, da die Auslöschung des Christentums in großen Teilen der Region, in der es entstand, „ein schwerer Schlag für den Frieden“ wäre.

„Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit mit wachsender Besorgnis die zunehmenden Probleme, mit denen die christlichen Gemeinden weiter Teile des Nahen Ostens zu kämpfen haben“, erklärte Prinz Charles.

„Mir scheint, dass wir die Tatsache, dass Christen im Nahen Osten zunehmend zur Zielscheibe von Angriffen seitens militanter Islamisten werden, nicht mehr länger ignorieren dürfen.“

Die englische Originalversion des Textes kann hier heruntergeladen werden.