Privataudienz einer Delegation des Malteser-Ordens aus Mitarbeitern des Krankenhauses San Giovanni Battista in Rom

Papst Franziskus ermutigte die Anwesenden: Führt Eure Mission mit Mut und Hoffnung fort

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 430 klicks

Papst Franziskus empfing gestern vormittag, den 13. Juni 2013, eine Delegation des Malteser-Ordens zur Privataudienz. Die Delegation setzte sich den Leitern des dem Malteser-Orden unterstehenden Krankenhauses San Giovanni Battista in Rom zusammen und wurde vom Großmeister des Malteser-Ordens, Fra‘ Matthew Festing, sowie dem Kardinalpatron Paolo Sardi begleitet.

Während der Begegnung hatte der Großmeister Gelegenheit, dem Papst die Aktivitäten des Malteser-Ordens vorzustellen, die in der antiken Tradition des Ordens stehen, den Bedürftigen und Kranken zu helfen.

Der Papst bestärkte die Delegationsteilnehmer, mit Mut und Hoffnung ihre Arbeit fortzusetzen. Er bat die Anwesenden darum, diese Nachricht an alle Mitarbeiter des Krankenhauses und der daran angeschlossenen Institutionen weiterzugeben. Papst Franziskus betonte mit Nachdruck, dass die Krise nicht nur wirtschaftlicher, sonder auch moralischer Natur sei. Kürzungen stellten eine Abwertung des menschlichen Lebens dar und könnten dazu führen, dass das Leben als einfaches „Tauschobjekt“ betrachtet werde. Der Nächste müsse als aus dem Fleisch Christi geschaffene Person wahrgenommen werden, was recht schwierig sei, aber gerade deshalb für uns eine moralische Herausforderung darstellen müsse mit dem Willen, uns ihr erfolgreich zu stellen.

Die Generaldirektorin des Malteser Krankenhauses, Tiziana Fritelli, dankte dem Heiligen Vater für seine Unterstützung und wies auf die schwere Krise im Gesundheitswesen und auf die Bemühungen und Kraftanstrengungen hin, die erforderlich seien, um die Arbeit der Krankenhäuser garantieren zu können, die ihre menschlichen, professionellen und wirtschaftlichen Ressourcen in den Dienst des Schwächeren stellten. Das Krankenhaus San Giovanni Battista in Rom ist auf die Betreuung von Komapazienten in der Aufwachphase spezialisiert.

Der Großhospitalier des Malteser-Ordens, Albrecht Freiherr von Boeselager, verwies auf die unterschiedlichen Betätigungsfelder des Malteser-Ordens im medizinischen Bereich sowohl in Italien als auch in 120 weiteren Ländern auf der Welt. Im Mittelpunkt des Interesses stünden Wahrung und Schutz des Lebens in jeglicher Form.