Prof. Dr. Rudolf Voderholzer zum Bischof von Regensburg geweiht

Den Menschen Mut machen, dass Kirche und Glaube Erfüllung schenken

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 1095 klicks

Professor Dr. Rudolf Voderholzer ist am 26.1. zum neuen Bischof von Regensburg geweiht worden. Er tritt damit die Nachfolge von Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller an, der von Papst Benedikt XVI. zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre berufen wurde. Im Anschluss an die Bischofsweihe hieß der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Bischof Voderholzer im Kreis der deutschen Bischöfe willkommen.

„Bischof Rudolf Voderholzer hat ein bewegtes Leben hinter sich und sicherlich auch vor sich. Wer ihn kennt, weiß seine theologischen Impulse und seine sachliche Art zu schätzen. Von München über Trier geht es nun zurück in die bayerische Heimat, der Sie nie ganz entfremdet waren. Während Ihrer achtjährigen Tätigkeit als ordentlicher Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier haben Studentinnen und Studenten Sie für Ihre wissenschaftliche Analyse, aber auch Ihr seelsorgliches Wirken in den Gemeinden sehr geschätzt“, so Erzbischof Zollitsch. „Wir brauchen einen lebendig gelebten Glauben, wie Sie ihn vorleben. Wir brauchen engagierte Christen, die auch den Mut haben, in der Öffentlichkeit für ihre Position einzustehen. Das und vieles andere wird vom Hirten eines Bistums verlangt. Schnell ist die Gefahr da, mit Erwartungen und Hoffnungen, Ansprüchen und Aufträgen überfrachtet zu werden.“ Gerade wenn der neue Bischof aus der wissenschaftlichen Forschung kommend einem Bistum vorstehe, seien die Veränderungen im Lebensalltag immens: „Aber Sie werden nicht verzagen, sondern – so kenne ich Sie – mutig die anstehenden Fragen anpacken“, sagte Zollitsch. „Seien Sie ein guter Hirte Ihrer Herde und machen Sie den Menschen Mut, dass Kirche und Glaube Erfüllung schenken. Denn, wie es der Heilige Vater sagt, wer glaubt, ist nie allein.“ Deshalb sei Bischof Voderholzer die Gabe des Menschenfischers zu wünschen, „der in der Nachfolge des Herrn steht, um die Menschen zur Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zusammenzuführen und das Miteinander und Füreinander zu stärken.“

Dazu biete, so Erzbischof Zollitsch, auch der 99. Deutsche Katholikentag in Regensburg eine gute Gelegenheit: „Sie werden sich von der Glaubensfreude, die ein Katholikentag mit sich bringt, anstecken lassen. Ich habe es selbst im letzten Jahr in Mannheim erleben dürfen. Das vielfältige Engagement der Katholiken in Deutschland, das bei Katholikentagen, in Verbänden, in Pfarreien, an Universitäten, in Ordensgemeinschaften und geistlichen Bewegungen sichtbar ist, zeugt von der Lebendigkeit unserer Kirche, der allzu oft in gängigen Klischees Langweiligkeit und Realitätsferne unterstellt wird. Das Engagement aller Katholiken in Deutschland, von Ihnen und des Bistums Regensburg ist das sichtbare Gegenteil dieser These.“