Programm des Besuchs von Papst Benedikt XVI. auf Malta im April 2010 steht

Im Gedenken an die Strandung des Völkerapostels Paulus

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BLATA I-BAYDA, 17. November 2009 (ZENIT.org).- Zur Erinnerung an die Strandung des heiligen Paulus in Malta vor 1.950 Jahren wird Papst Benedikt XVI. kommenden April der Mittelmeerinsel einen Besuch abstatten. Der Papst nimmt damit eine entsprechende Einladung der Bischöfe und des Präsidenten von Malta, George Abela, an. Sein Besuch wird nach den beiden Visiten von Papst Johannes Paul II. in den Jahren 1990 und 2001 die dritte Malta-Reise eines Papstes sein.

Gemäß einem Kommuniqué der katholischen Bischofskonferenz wird Papst Benedikt XVI. am Nachmittag des 17. April 2010 auf Malta eintreffen und die Grotte des hl. Paulus in Rabat besuchen. Am folgenden Tag zelebriert er die Sonntagsmesse in Floriana nahe der Hauptstadt Valletta.

Dort fanden schon die Großveranstaltungen bei den beiden Besuchen seines Vorgängers Johannes Paul II. 1990 und 2001 statt. Am Nachmittag ist den Informationen der maltesischen Bischöfen zufolge eine Begegnung mit Jugendlichen in Valletta geplant.

 

Laut Überlieferung strandete der heilige Paulus von Tarsus im Jahr 60 auf seiner zweiten Reise nach Rom gemeinsam mit 275 anderen Männern auf Malta. Die Einheimischen waren beim Empfang gegenüber dem Apostel der Heiden und den übrigen Reisenden „ungewöhnlich freundlich“. Gleich darauf wurde Paulus von einer Viper an der Hand gebissen. „Als die Einheimischen das Tier an seiner Hand hängen sahen, sagten sie zueinander: Dieser Mensch ist gewiss ein Mörder; die Rachegöttin lässt ihn nicht leben, obwohl er dem Meer entkommen ist. Er aber schleuderte das Tier ins Feuer und erlitt keinen Schaden. Da erwarteten sie, er werde anschwellen oder plötzlich tot umfallen. Als sie aber eine Zeit lang gewartet hatten und sahen, dass ihm nichts Schlimmes geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott“ (Apg 28,2-6). Auch kranke Inselbewohner wurden von Paulus später geheilt.

Malta, das 1964 von England unabhängig wurde, hat 410.000 Einwohner. 98 Prozent davon sind katholisch.