Protest gegen die Schließung des Jaffa-Tores in der Altstadt von Jerusalem

Mitteilung der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen der Heiligen Stadt

Jerusalem, (Lateinisches Patriarchat) | 339 klicks

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen von Jerusalem. Diese protestieren aufs Schärfste gegen die wiederholten Maßnahmen seitens der israelischen Polizei zur Schließung des Jaffa-Tors in der Jerusalemer Altstadt.

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TO WHOM IT MAY CONCERN

Wir, die Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen von Jerusalem protestieren aufs Schärfste gegen die von der israelischen Polizei in der Altstadt von Jerusalem getroffenen Maßnahmen zur Schließung des Jaffa-Tores.

Jedes Jahr schreiben wir den Behörden und bringen unsere Frustration bezüglich des häufigen Abriegelns des Jaffa-Tores zum Ausdruck. Dies ist der einzige Zugang für unsere Patriarchen, für die Kirchen und Klöster. Anstatt nach einer Lösung für diese Unannehmlichkeiten zu suchen, verschlimmert sich die Lage zusehends.

Die letzten Vorfälle fanden während des “Light Festival“ statt, als viele von unseren Priestern und sogar einige von uns Kirchenoberhäuptern sich nicht in der Lage sahen, bis zu unserer Häusern und Kirchen fahren zu können. Mehr als eine Stunde mussten wir vor dem Tor warten, bis es uns erlaubt wurde, hindurch zufahren.

Dies ist für uns, für die Pilger und alle Bewohner unserer Nachbarschaft völlig inakzeptabel!

Wir appellieren an die Behörden der Gemeinde und der Polizei, praktikable Lösungen, die einen kontinuierlichen und ununterbrochenen Zugang durch das Jaffa-Tor garantieren, zu finden, zumal  in diesem Jahr mehr als 40 verschiedene Veranstaltungen am Jaffa-Tor stattfinden.

Wir hoffen, dass diese Nachricht Gehör finden und zu entschiedenem Handeln führen wird, so dass diese folkloristischen Veranstaltungen nicht mehr  das Leben und den Dienst unserer Kirchen negativ beeinflussen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und die zukünftige Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.

Die Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem

(Quelle: Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, 19/06/2013)