Rabbiner Abraham Skorka nicht mit dem Papst auf dem Tempelberg

Aufgrund der jüdischen Gesetzgebung ist einem Juden der Aufenthalt auf dem Tempelberg gemäß der Tradition nicht gestattet

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 410 klicks

Im Rahmen der Begegnung zwischen Papst Franziskus und dem Großmufti von Jerusalem vom 24. Mai 2014 begab sich der Rabbiner Abraham Skorka nicht auf den Tempelberg. Der Nachrichtenagentur SIR gegenüber begründete der argentinische Rabbiner dies folgendermaßen: „In Übereinstimmung mit unseren jüdischen Gesetzen ist einem Juden der Zugang zum Tempelberg der Tradition nach nicht erlaubt“.

Gemeinsam mit dem islamischen Vertreter Omar Abboud begleitet dieser gute Freund Bergoglios diesen auf seiner dicht gedrängten Reise in das Land Jesu. Dies stellt in einer päpstlichen Delegation ein nie dagewesenes Ereignis dar.

Der Papst und der Rabbiner sind laut SIR in den Tagen zuvor nicht persönlich zusammengetroffen. Wie Skorka berichtet, seien sie jedoch in Kontakt gewesen. Er fügt hinzu: „Papst Franziskus hat für diese Reise sehr viel gearbeitet, damit sie bestmöglich gelingt und er seine Mission erreicht. Hier zu sein ist eine sehr berührende Erfahrung. Wir sind uns dieser außergewöhnlichen Gelegenheit bewusst, ein Stück Geschichte zu schreiben. Der Papst wird – mit unserer Hilfe, soweit wir ihn bei dieser Mission unterstützen können – sein Möglichstes tun, um im Zentrum des Mittleren Ostens eine neue Dimension des Dialoges entstehen zu lassen, die zum Frieden führen kann.“