Ratifizierungsinstrumente zum Abkommen zwischen Hl. Stuhl und Montenegro unterzeichnet

Präsident von Montenegro von Benedikt XVI. in Audienz empfangen

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VATIKANSTADT, 21. Juni 2012 (ZENIT.org). - Heute Morgen wurde S.E. Filip Vujanović, der Präsident von Montenegro, vom Heiligen Vater Benedikt XVI. in Audienz empfangen. Anschließend traf er mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone in Begleitung des Sekretärs für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischofs Dominique Mamberti, zusammen.

Das primäre Ziel der Visite war der Austausch der Ratifizierungsinstrumente zum Abkommen zwischen Hl. Stuhl und Montenegro, der zwischen dem Kardinalstaatssekretär und dem Präsidenten von Montenegro am Ende ihrer Begegnung stattfand. Mit diesem Akt trat das Abkommen im Sinne des Art. 21 in Kraft.

Das im Jahre 2011 unterzeichnete Abkommen ist das Ergebnis der ausgezeichneten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Montenegro, die auf der Unabhängigkeit des Staates gründen. Das Dokument erkennt im zivilen Bereich die öffentliche Rechtspersönlichkeit der katholischen Kirche und ihrer wichtigsten Institutionen an, die Freiheit und Unabhängigkeit des apostolischen Wirkens und die Autonomie bei der Regelung jener Bereiche, die in die Kompetenz der Kirche fallen, sowie die Kult- und Handlungsfreiheit im kulturellen, pastoralen und karitativen Bereich und im Bildungswesen.

Im Rahmen des von Herzlichkeit geprägten Gespräches wurde das Abkommen als positive Entwicklung in der Festigung des Rechtsstaates und jener demokratischen Grundsätze gewürdigt, auf deren Basis Montenegro seine Zukunft bauen möchte. Zudem kam es zu einem fruchtbringenden Gedankenaustausch zu aktuellen Themen von internationaler Bedeutung und zur regionalen Situation. Insbesondere wurde bestätigt, dass der Weg Montenegros in Richtung europäischer Integration vom Heiligen Stuhl gewürdigt wird. Abschließend wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, den Geist der Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Staat Montenegro lebendig zu erhalten, indem ein konstruktiver Dialog über die Themen von gemeinsamem Interesse geführt wird.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]