Ratzinger geht es gut und er empfängt Besuche

Msgr. Gänswein spricht über den emeritierten Papst

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 364 klicks

„Dem emeritierten Papst geht es gut. Er empfängt Besuche, auch Privatbesuche.“ Dies bestätigte der persönliche Sekretär Benedikts XVI., Msgr. Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, vergangenen Donnerstag bei der Vorstellung von BibleWorld, einer neuen App der Edizioni San Paolo über die Bibel.

„Benedikt XVI. ist ein älterer Mann, doch verfügt er über einen hellen, scharfen Verstand“, erklärte Gänswein den Journalisten am Ende der Pressekonferenz. Außerdem sagte er, er werde bald den Bruder des emeritierten Papstes, Georg Ratzinger, zum Kloster Mater Ecclesiae begleiten, wo Benedikt XVI. zurzeit residiert.

Die Journalisten stellten auch die Frage, ob es denkbar sei, dass der emeritierte Papst am 27. April nächsten Jahres bei der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz dabei sein könne. „Das weiß ich nicht“, antwortete sein persönlicher Sekretär. „Es gibt viele, die das wünschen. Aber ich kenne den Willen des emeritierten Papstes nicht und kann auch nicht an seiner Sstatt antworten.“

Erzbischof Gänswein erzählte auch eine kleine Anekdote: „Es gibt zwischen mir und Benedikt XVI. eine alte ‚Regel‘: Wenn ich ihm etwas auf dem Bildschirm meines iPads zeige und dabei die Informationen mit dem Finger bewege, zeigt er Interesse für diese neuen technischen Geräte; er glaubt nicht, dass sie nur für die Jüngeren gedacht seien. Benedikt XVI. besitzt so ein Gerät zwar nicht selber, freut sich aber, wenn er über die Entwicklung dieser Medien informiert wird.“

Der Verlag „Edizioni San Paolo“ versucht schon immer, die Bibel zu den Menschen zu bringen, mit allen verfügbaren Kommunikationsmitteln. Aus diesem Grund entwickelte der Verlag anlässlich des fünfzigsten 50. Jahrestags seit der Veröffentlichung des Konzilsdekrets „Inter Mirifica“ eine neue App für iPad: BibleWorld.

Die 73 Bücher des Alten und Neuen Testaments erscheinen hier in einem Auswahlmenu mit Einleitung und bebilderten Portalen. Der Text läuft über eine dreidimensional dargestellte Schriftrolle, und der Leser hat die Wahl zwischen einer bebilderten Version und einer klassischen, die die Einteilung in Verse anzeigt. Die App gibt auch die Möglichkeit, einzelne Verse über Facebook, Twitter oder E-Mail mit anderen zu teilen.

Erzbischof Gänswein sieht diese Initiative „nicht als eine neue Art, die Bibel zu lesen, sondern als Möglichkeit, in die Bibel einzusteigen. Der Bibel zu begegnen, eine vergangene Zeit zur Gegenwart zu machen, die Geschichte der Bibel zu meiner eigenen Geschichte zu machen. Zeit und Raum sind aufgehoben, und ich stehe dort, die Bibel wird zur Gegenwart, in der ich lebe und tritt in meine Zeit ein. Dadurch entsteht ein Dialog mit den Menschen unserer Zeit.“