Redemptoristen schenken Hoffnung in Erdbebengebieten auf Haiti

Gottesdienste und Unterricht in provisorischen Gebäuden

Rom, (ZENIT.org) | 806 klicks

Die Redemptoristen P. Jeffrey Rolle und P. Joao Pedro Fernandes, Generalkonsultoren der Redemptoristen, haben das vor drei Jahren von einem verheerenden Erdbeben verwüstete Haiti besucht, wo auch Einrichtungen des Ordens zerstört wurden. In einem Bericht, der dem Fidesdienst vorliegt, beschreiben sie ihre Eindrücke: „Bei der Ankunft in unserer Pfarrei in Port-au-Prince waren wir beeindruckt von den immer noch sichtbaren Zeichen, die das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hinterlassen hat: Von der großen Kirche steht nur noch eine Mauer; Gottesdienste finden in einer provisorischen Halle statt; die Schule wurde komplett zerstört und der Unterricht findet weiterhin in provisorischen Klassenräumen statt; das ‚Kloster’ wurde ebenfalls noch nicht wiederaufgebaut. Trotzdem kommen jeden Tag viele junge Menschen und lernen in halb zerstörten Gebäuden. Doch die Haitianer haben ihre Hoffnung nicht verloren und machen weiter, wobei sie an eine bessere Zukunft glauben.“

Die Bevölkerung schätzt das Engagement der Redemptoristen und ihre Großzügigkeit, mit der sie die Menschen motivieren und ihnen Hoffnung schenken. Die Redemptoristen arbeiten mit den Schwestern einer von dem belgischen Redemptoristenpater Josef Claessens gegründeten einheimischen Kongregation und einer ebenfalls von ihm gegründeten Laienbewegung im Rahmen der so genannten Volksmissionen zusammen, die von der Kirche in Haiti sehr geschätzt werden.

Die beiden Ordensmänner erinnern auch daran, dass haitianische Zuwanderer in der Dominikanischen Republik in Zusammenarbeit mit der Ordensprovinz San Juan (die Porto Rico und die Dominikanische Republik umfasst) betreut werden.

„Das Durchschnittsalter der Ordensmitglieder in der Region liegt bei 35 Jahren!“, so betonen sie, „so dass wir insbesondere deren Bildung und die Formung der Lehrkräfte im Auge behalten müssen.“ Auch nach dem Erdbeben setzt der Orden sein Engagement auf der Insel auf vielfältige Weise fort, und neun der insgesamt 19 jungen Ordensmitglieder werden weiterhin im Ausland ausgebildet: fünf in Kolumbien, zwei in den Vereinigten Staaten und zwei in Kanada.