Rektor des Päpstlichen Seminars in Indien ermordet

Pater K. J. Thomas in Bangalore mit Ziegelsteinen erschlagen

Rom, (ZENIT.orgAsia News) | 511 klicks

Am Ostermontag ist die Christianophobie nach Indien zurückgekehrt. Der Mord an Pater K.J. Thomas (65), Rektor des Seminars von Bangalore im Süden des Landes, ereignete sich in der Nacht, in der man Schreie gehört hatte.

Die Mörder sind zurzeit noch auf freiem Fuß. Sie wurden wegen des starken Regens in das Seminar hinein gelassen und töteten den Priester, indem sie mit Ziegelsteinen auf seinen Kopf einschlugen.

Gefunden wurde der leblose Körper des Priesters von seiner Schwester, einer Nonne, die ihn auf dem Flughafen erwartet hatte. Nachdem sie keine Antwort auf ihre Telefonate bekommen hatte, wandte sie sich an das Personal des Seminars, und daraufhin fand man den leblosen Körper ihres Bruders im Speiseraum der diözesanen Einrichtung.

Die Ordnungsbehörden haben die Ermittlungen in dem Raubmord aufgenommen. Es fehlen einige Dokumente aus dem Büro von P. Thomas und aus der Verwaltung.

Der Erzbischof von Bangalore, Msgr. Bernard Moras bezeichnete die Straftat als „brutal, schrecklich und sinnlos.“ Asia News gegenüber beschrieb er Pater Thomas als einen „frommen und friedliebenden Priester, dessen Tod einen großen Verlust für uns alle und besonders für das Seminar darstellt.“

Kardinal Oswald Gracias, Präsident der indischen Bischofskonferenz, kondolierte der Familie von P. Thomas, den Studenten und Mitarbeitern des Seminars. Der ermordete Rektor „war ein lieber Freund, ein demütiger und barmherziger Priester, geachtet, herzensgut und von allen geliebt.“

Der Leichnam des Priesters wurde in den folgenden Stunden in seiner Heimatdiözese Ootacamund transportiert, wo auch die Beerdigung am heutigen Mittwoch stattfand.

Dutzende von Priestern, Seminaristen und Laien hatten bereits am Tag nach dem Mord eine Messe im Andenken an P. Thomas gefeiert.