Religion und kulturelle Vielfalt: Herausforderungen für die christlichen Kirchen in Europa

4. Europäische Katholisch-Orthodoxe Forum in Minsk, Weißrussland, 2.-6. Juni 2014

Sankt Gallen, (CCEE) | 327 klicks

Das Vierte Europäische Katholisch-Orthodoxe Forum, eine Initiative des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in Zusammenarbeit mit dem ökumenischen Patriarchat und in Übereinstimmung mit den orthodoxen Kirchen in Europa, wird am Montag, dem 2. Juni 2014 in Minsk (Weißrussland) nach den Grußworten des Metropoliten von Minsk und Sluzk Pawel, Patriarchenexarch von ganz Weißrussland, sowie des Präsidenten der Bischofskonferenz von Weißrussland, S.E. Msgr. Tadeusz Kondrusiewicz, Erzbischof von Minsk-Mohilev, seine Arbeit aufnehmen.

Kardinal Péter Erdő, Präsident des CCEE, und der Metropolit Gennadios von Sassima des ökumenischen Patriarchats, werden in ihrer Rolle als Co-Präsidenten in die Arbeit des Forums einführen. Das Treffen richtet sich an die Vertreter der Bischofskonferenzen sowie der unterschiedlichen orthodoxen Kirchen in Europa und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und.

Folgendes Schwerpunktthema wurde für das vierte ökumenische Forum ausgesucht: „Religion und kulturelle Vielfalt – Herausforderungen für die christlichen Kirchen in Europa“. Im Rahmen dieses Hauptthemas werden alle Teilnehmer auch diese weiteren Themen eingehend diskutieren: Religion und kulturelle Gegebenheiten im heutigen Europa; die Rolle der menschlichen und christlichen Werte in den modernen, multikulturellen Gesellschaften Europas; die Religionsfreiheit; die Rolle der Kirche bei der Förderung des christlichen Wissens und das Bedürfnis eines interreligiösen Dialogs; der moralische Wiederaufbau Europas.

Das Forum wird am Donnerstag, dem 5. Juni 2014 zu Ende gehen. Die Abschlussbotschaft wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung um 15.30 Uhr im Victoria Olimp Hotel (Pobediteley Avenue 59 - 220035 Minsk) vorgetragen werden. Am Freitag, dem 6. Juni 2014, werden die Teilnehmer örtliche Gemeinden besuchen bzw. wieder abreisen.

Das Katholisch-Orthodoxe Forum ist eine geförderte Initiative und rührt von dem Willen her, Themen zu diskutieren, die aus anthropologischer und pastoraler Sicht für das Leben und für die Zukunft der Menschheit besonders wichtig sind. In diesem Sinne möchte das Forum einen Beitrag leisten, um gemeinsame Standpunkte zu sozialen und moralischen Fragen zu bestimmen. Demnach erörtert das katholisch-orthodoxe Forum keine theoretischen Fragen, die in anderen Kontexten besprochen werden. Diese Initiative ersetzt keinesfalls die Gemischte Internationale Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche, die 1980 begründet wurde.

Das erste europäische katholisch-orthodoxe Forum fand 2008 (11.-14. Dezember) in Trient (Italien) statt und befasste sich mit dem Thema „Die Familie: ein Gut für die Menschheit“; das zweite europäische katholisch-orthodoxe Forum wurde 2010 (18.-22. Oktober) auf Rhodos (Griechenland) zum Thema „Die Beziehungen zwischen Kirche und Staat“ ausgerichtet. Die dritte Ausgabe des europäischen katholisch-orthodoxen Forums wurde 2012 (5.-8- Juni) in Lissabon (Portugal) organisiert und hatte folgendes Schwerpunktthema: „Die Wirtschaftskrise und die Armut. Herausforderungen für das heutige Europa“. Die Unterlagen dieser Veranstaltungen sind vom Dehonianer-Verlag in drei verschiedenen Büchern der Reihe „Oggi e Domani“ („Heute und Morgen“) veröffentlicht worden.