Reliquien von sechs Märtyrerpriestern reisen durch die USA

Opfer des mexikanischen Cristero-Kriegs wurden im Jahr 2000 heiliggesprochen

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ROM, 7. Mai 2012 (ZENIT.org). - Die Reliquien von sechs Priestern, die während Mexikos „Cristero Krieg“ in den 1920-er Jahren für ihren Glauben getötet wurden, haben eine Reise durch die Vereinigten Staaten mit Start in Houston begonnen.

Papst Johannes Paul II. sprach die sechs Märtyrer mit anderen Opfern des Cristero-Krieges im Jahr 2000 heilig.

Die Tour begann am vergangenen Freitag an der Zweitkathedrale der Erzdiözese Galveston-Houston, wo die „Texas State Convention“ der Kolumbus-Ritter im Gange war. Die Priester-Märtyrer waren Mitglieder der Kolumbus-Ritter.

Die Patres Pedro de Jesús Maldonado Lucero, Miguel de la Mora de la Mora, José María Robles Hurtado, Luis Sainz Batiz, Rodrigo Aguilar Aleman, Mateo und Correa Magallanes wurden alle für ihren Glauben von der mexikanischen Regierung während der religiösen Verfolgung in Mexiko im frühen 20. Jahrhundert hingerichtet.

Die Reliquien werden in Phoenix und Tucson, Arizona, und Los Angeles, Kalifornien, sowie San Antonio, Texas, zu sehen sein.

„Seit vielen Jahren war diese Periode der Geschichte auf beiden Seiten der Grenze so gut wie vergessen“, erklärte der „Supreme Knight“ („Oberster Ritter“) Carl Anderson. „In diesem Jahr wird mit Veröffentlichung eines großen Kinofilms und eines Buch zu diesem Thema damit begonnen, die Geschichte des Kampfes für die Religionsfreiheit in Mexiko zu erzählen. Es ist unsere Hoffnung, dass die Pilgerreise der Reliquien uns alle an die Opfer erinnert, die im Namen der religiösen Freiheit auf diesem Kontinent vor weniger als 100 Jahren gestorben sind. Es soll eine Erinnerung daran sein, dass, vom alten Rom bis 1920 in Mexiko und bis heute, die Glaubensverfolgung nicht versiegt ist. Trotzdem können wir Mut schöpfen.“

Mit „Greater Glory“ erscheint in den Vereinigten Staaten am 1. Juni ein Film, der in Mexiko bereits großen Erfolg hatte. Mit ihm kommt die Geschichte dieser Zeit mit Starbesetzung auf die große Leinwand. Unter den Schauspielern sind Andy Garcia, Peter O‘Toole und Eva Longoria.

Trotz der Unterstützung des mexikanischen Regimes und seiner anti-katholischen Politik durch eine Reihe von amerikanischen Gruppen - einschließlich des Ku-Klux-Klan –, trug der Druck der Kolumbus-Ritter dazu bei, die Verfolgung zu einem offiziellen Ende zu bringen und im Jahr 192 die US-Regierung davon zu überzeugen, eine Einigung zwischen der mexikanischen Regierung und der katholischen Kirche zu erreichen, um den schlimmsten Auswirkungen der Verfolgung ein Ende zu setzen.

[Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz]