Repräsentant bei der OSZE und Spezialist für Osama Bin Laden warnt vor Terror gegen Christen als Konsequenz seiner Tötung

Dringende Forderung an Regierungen, die Christen zu schützen

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WIEN, Dienstag, 3. Mai 2011 (ZENIT.org). – „Es ist eine schwerwiegende und definitive Pflicht der Regierungen von Pakistan und anderer Länder, wo die christlichen Minderheiten von den ultrafundamentalistischen Islamisten bedroht werden, die Christen vor den angekündigten Repressalien durch Al-Kaida-Terroristen und deren Verbündete zu schützen.“

Dies betonte in einer Pressenotiz der italienische Soziologe Massimo Introvigne, Repräsentant bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) für den Kampf gegen Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung von Christen, nach dem Tod von Osama Bin Laden.

„Die angesprochenen Regierungen“, so präzisierte er, „können nicht anführen, sie seien unvorbereitet: Internetseiten für den „Djihad“ (Heiliger Krieg) haben bereits in diesen Stunden zum Niederreißen von Kirchen und zum Töten von Christen aufgerufen.“

Als Autor einer Biographie Bin Ladens hält Introvigne dessen Tod vom symbolischen Gesichtspunkt her für „fundamental, aber nicht für die Zerschlagung des Al-Kaida-Netzwerks und nicht als Bewegung vom Blickpunkt der (militärischen) Operation her. Fundamental im Gegenteil als Risiko, dass die kurze Periode der Zersplitterung der Entscheidungszentren eine Vervielfachung der Attentate produziert .“

Am morgigen 4. Mai wird Introvigne mit einer Delegation der OSZE Italien und dem Heiligen Stuhl einen offiziellen Besuch abstatten.

„Koordinieren wir unsere Anstrengungen“, so betonte er, „gemeinsamen Druck gegen die Regierungen der Risikozonen auszuüben: Eine Bemühung, bei der bereits heute Italien und der Heilige Stuhl in vorderster Reihe stehen, wo es aber Schwierigkeiten gibt, die anderen Länder von der Dringlichkeit zu überzeugen.“(jb)