Restaurierung des Mausoleums der „Valerii“ im Vatikan ist abgeschlossen

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ROM, 27. Mai 2008 (ZENIT.org).- Auf einer Pressekonferenz stellte Kardinal Angelo Comastri, Präsident der Dombauhütte von St. Peter, heute, Dienstag, den Abschluss der Restaurierungsarbeiten des Mausoleums der „Valerii“ vor, eines der bedeutendsten Denkmäler der vatikanischen Nekropole (von griech. Nekropolis, „Totenstadt“), die sich unter der Peterskirche befindet.



Das Mausoleum geht auf das zweite Jahrhundert nach Christus zurück und bildet den Mittelpunkt jenes Weges, der zur Begräbnisstätte des heiligen Apostels Petrus unter dem Hauptaltar der Petersbasilika führt. Es ist vor allem für seine Stuckdekorationen bekannt, Kunstwerke von außerordentlichem Wert, die seit langem einer Restaurierung bedurften.

Es handelt sich um den Ort der ersten Kultstätten zu Ehren des heiligen Petrus. Der Bereich befindet sich auf der Ebene unterhalb der Vatikanischen Grotten, deckungsgleich mit dem Hauptschiff des Petersdoms, eben dort, wo im letzten Jahrhundert das Petrusgrab entdeckt worden war, das von 22 mit Stuck- und Wandgemälden verzierten Grabmonumenten umgeben ist. Das Mausoleum der „Valerii“ birgt die beeindruckendsten dieser Grabdenkmäler mit den meisten Stuckdekorationen, Büsten und Reliefs. Die Restaurierung war ein sehr aufwendiges Unterfangen, das von hoch qualifiziertem Personal in Zusammenarbeit mit der Dombauhütte durchgeführt wurde.

Im Zuge der Arbeiten wurde ein moderner Kristallschrein errichtet, um die Begräbniskammer von außen beobachten zu können, ohne das delikate Mikroklima zu stören, das unter ständiger Kontrolle steht. Dank einer neuen Glasfieberbeleuchtung können die lebhaften Farben der Oberflächen bewundert werden, die als Marmor-Imitation bemalt sind, sowie die weißen Stuckdekorationen.

Die Restaurierungsarbeiten konnten dank des Beitrages der Fondazione Pro Musica et Arte Sacra realisiert werden. An der Pressekonferenz nahm auch der Gründer und Präsident dieser Stiftung, Hans-Albert Courtial, teil.