Rimini-Treffen 2007: Benedikt XVI. ermutigt zur unaufhörlichen Suche der Wahrheit

Päpstliche Grußworte zur Eröffnung der 28. Ausgabe der internationalen Großveranstaltung

| 1037 klicks

ROM, 20. August 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. ermutigte an diesem Sonntag die Teilnehmer des jährlichen Treffens „Freundschaft unter den Völkern“ der geistlichen Bewegung „Comunione e Liberazione“ („Gemeinschaft und Befreiung“) im italienischen Rimini, die Wahrheit und damit Gott immer besser kennen zu lernen.



Ehe der Heilige Vater im Anschluss an das sonntägliche Angelus-Gebet in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo das entsprechende Grußworte formulierte, hatte im italienischen Rimini mit Kardinal Tarcisio Bertone zum ersten Mal in der Geschichte des „Meetings“ ein Staatsekretär des Vatikans die internationale Großveranstaltung mit mehr als 700.000 Teilnehmern eröffnet. In diesem Jahr werden bis zum 25. August 118 Begegnungen, Vorträge und Gesprächsrunden, 20 kulturelle Darbietungen, 12 Ausstellungen und 13 Sportwettkämpfe geboten. 498 Vortragende wurden geladen, 3.211 Helfer stellen den Organisatoren ihre Dienste unentgeltlich zur Verfügung.

Benedikt XVI. versicherte, dafür zu beten, dass die Begegnung im Zeichen des Mottos „Die Wahrheit ist die Bestimmung, für die wir alle geschaffen sind“, für viele Menschen zu einer „fruchtbaren Gelegenheit des Nachdenkens und der Auseinandersetzung werden möge, damit sie die tiefste Berufung des Menschen leben können: die Wahrheit und damit Gott zu suchen“.

Kardinal-Staatssekretär Bertone wies beim Eröffnungsgottesdienst am Sonntagvormittag darauf hin, dass man sich mitunter nicht des Eindrucks erwehren könne, „dass man in der Atmosphäre des Relativismus und des Skeptizismus, welche unsere Zivilisation durchdringt, sogar dazu kommt, ein radikales Misstrauen gegenüber der Erkenntnismöglichkeit der Wahrheit zu proklamieren“.

Mit Blick auf das Sonntagsevangelium erklärte er: „Christus ist der einzige, der die Wahrheit als Person verkörpern kann. Er ist die Person gewordene Wahrheit, die Mensch gewordene Wahrheit, und wer ihn sucht und ihm nachfolgt, verwirklicht sich selbst vollkommen.“

Der Staatssekretär des Vatikans schloss seine Predigt, indem er die Frage des heiligen Augustinus aufwarf: „Was sucht der Mensch, wenn nicht die Wahrheit?“ Seine Antwort lautete: „Die ganze Existenz des Menschen ist von dieser Frage geprägt, die ihre umfassende Antwort nur in der Begegnung mit Christus findet.“