Rimini Treffen in Tokio

Konferenz zum Thema Christentum und Buddhismus, die Herausforderung der Moderne

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ROM, 28. Oktober 2011 (ZENIT.org). - Die Ausstellung „Italien in Japan“, gesponsert von der italienischen Botschaft in Tokio, findet von Donnerstag, 27. Oktober, bis Dienstag, 1. November, im Rahmen des Rimini-Treffens während der Konferenz „Tradition und Globalisierung, Christentum und Buddhismus in der Bewältigung der Herausforderung der Moderne“ in der japanischen Hauptstadt statt.

Laut einer Pressemitteilung zu dem Freundschaftstreffen der Völker vom Mittwoch dient das Ereignis dem „Dialog berühmter Philosophen und Religionsvertreter über die Beziehung des Menschen zur Realität, seiner Sehnsucht nach Schönheit, nach Bildung und Erziehung.“

Die Veranstaltung hat am Donnerstag mit „einem geselligen Abend in der Residenz des Botschafters Vincenzo Petrone im Zeichen der Begegnung und des Dialogs sowie des gegenseitigen Austauschs zwischen den Kulturen“ begonnen. Bei dem Treffen werden die Präsidentin der Stiftung „Freundschaftstreffen unter den Völkern“, Emilia Guarnieri, und der Abt von Muryoko-in, Shodo Habukawa, über die tiefe Freundschaftsbeziehung zwischen dem Freundschaftskreis und Monte Koya, einem spirituellen Zentrum des Shin-Gon-Buddhismus berichten, die die Frucht einer Japanreise von Don Luigi Guissani im Jahr 1987 ist.

Diese Freundschaft sei im Laufe der Jahre durch wiederholte Besuche des Rektors Habukawa und Mönche von Shingon in Rimini aufgeblüht, heißt es in dem Schreiben. Genährt werde sie auch durch die gemeinsame Leidenschaft für die  Ausbildung junger Menschen und für das Lied „Torna a Surriento“, das gleichermaßen von Prof. Habukawa und Don Giussani geliebt werde.

Zur Erläuterung der Zielsetzung der Veranstaltung gibt die Pressemitteilung die Worte des Präsidenten der Stiftung für die Freundschaft zwischen den Völkern wieder: Dieser bekräftigte, dass „ein Sinn für das Leben möglich ist, die Möglichkeit des Aufbaus einer positiven Gesellschaft. Es ist der Versuch zu zeigen, wie Religionen durch eine Erziehung des Menschen zu seiner wahren Würde dazu beitragen.“ Gleichzeitig erinnerte er an die Worte Papst Benedikts XVI. beim Angelus, in dem er den Welttag des Friedens in Assisi ankündigt hatte.

Der zweite Tag der Konferenz findet heute im italienischen Kulturinstitut in Tokio statt; er wird durch verschiedene Begrüßungsansprachen eröffnet werden, unter ihnen der italienische Botschafter Vincenzo Petrone. Vorgetragen wird ebenso ein Grußwort von Julián Carrón, dem Präsidenten der Gemeinschaft „Comunione e Liberazione“. Das erste Thema der Konferenz „Der religiöse Sinn und das Herz des Menschen“ wird von Msgr. Massimo Camisasca, dem Gründer der Priestergemeinschaft des hl. Karl Borromäus, und Professor Shodo Habukawa vorgestellt.

Das Thema der Nachmittagseinheit lautet: „Der Mensch angesichts der Realität“. Referenten sind unter anderem Professor Giorgo Amitrano von der Universität „L`Oriente“, Neapel, und Reverend Eisho Yagi, Abt des Tempels Myojo-in.

Am Samstag, dem 29. Oktober und Sonntag, dem 30. Oktober, wird das Treffen von Tokio auf den Berg Koya verlegt. Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgt durch den Gouverneur der Region Wakayama, Yoshinobu Nisaki, und die höchste geistliche Autorität des Shingon-Buddhismus, Reverend Yukei Matsunaga. In der dritten Sitzungseinheit zum Thema „Die Suche nach Schönheit“ sprechen der japanische Bildhauer der „Heiligen Familie“, Etsuro Sotoo, und der Direktor des Museums von Koyasan (oder Berg Koya), Shizuka Jien.

„Die Rolle der Aus- und Weiterbildung im Licht der Lehren der Meister“ lautet das Thema der vierten Sitzung, die von Reverend Shingen Takagi, dem ehemaligen Rektor der Universität Koya, geleitet wird. Eine Kontaktgruppe wird unter anderem von Don Ambrogio Pisoni, Katholische Universität Mailand, geleitet.

Die Veranstaltung endet mit einem Besuch im spirituellen Zentrum des Zen-Buddhismus, im Tempel Eiheiji, wo über das Thema „Die Erfahrung der Begegnung“ reflektiert werden wird.

[ZENIT-Übersetzung aus dem Italienischen]