"Rock to Betlehem" setzt weihnachtliches Zeichen der Hoffnung

Die Österreichische Bischofskonferenz unterstützt das Projekt.

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WIEN, 14. Dezember 2009 (ZENIT.org/PEW).-Mit dem dreitägigen Festival "Rock to Bethlehem" wollen Musiker aus Österreich und anderen Ländern zu Weihnachten ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität mit den Bewohnern der Geburtsstadt Jesu setzen.

Der Gitarrist der Wiener Band "Cardiac Move", Emmanuel Fleckenstein, gab Anstoß zu dem Rock-Festival, dass vom 22. bis 24. Dezember in der Geburtsstadt Jesu in Betlhehem stattfinden wird. Die Österreichische Bischofskonferenz unterstützt das Projekt.

Schauplätze werden am 22. und 23. Dezember der Platz vor der Universität in Bethlehem sein, wo ein Open Air-Konzert für Tausende Einheimische und Pilger ein rockiges Programm bieten soll, und am 24. Dezember vor der Geburtskirche, wo laut Fleckenstein ruhigere Balladen und Weihnachtliches dominieren werden. Übertragungen werden die Konzerte via Radiosender und Internet, auch die zu dieser Zeit in Bethlehem reichlich präsenten Medien werden dem Anliegen eines "friedlichen Miteinanders der Menschen und der verschiedenen Religionen in Palästina" breites Echo verschaffen, hofft Fleckenstein.


Den Anstoß zu dem Projekt gab Emmanuel Fleckenstein, Gitarrist der österreichischen Rock-Band "Cardiac Move", der selbst in Bethlehem aufwuchs und jetzt in Wien Musikwissenschaft studiert. Bei einer Pressekonferenz am Freitag, 11. Dezember 2009, in Wien unterstrich er das Anliegen, eine kulturelle Brücke zu den in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation befindlichen Christen in Bethlehem schlagen zu wollen.

Seit 1990 sei der christliche Anteil der Bevölkerung in Bethlehem von 60 auf 15 Prozent gesunken. "Bethlehem hat uns Weihnachten gebracht, jetzt bringen wir Weihnachten nach Bethlehem", sagte Fleckenstein. Einer der Unterstützer der Initiative ist der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn.

Die Lage der Christen in Bethlehem sei in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, so Kardinal Schönborn in einem Brief an die Organisatoren, die Stadt sei durch eine bis zu acht Meter hohe Mauer vom Umland abgeschlossen, viele Einheimische seien arbeitslos und zur Abwanderung gezwungen. Der Kardinal dankte den Initiatoren von "Rock to Bethlehem", ein Zeichen dafür zu setzen, dass die Christen im Heiligen Land nicht vergessen seien.

Die auftretenden elf Bands und Solomusiker aus Österreich, Deutschland, Belgien, den USA und Palästina verzichten auf eine Gage. Die für Anreise, Technik und Unterbringung anfallenden Kosten bestreitet der eigens für das Projekt gegründete Wiener Verein "Kulturelle Brücken mit dem Heiligen Land" aus Spenden; den Grundstock zur Finanzierung leistete die Österreichische Bischofskonferenz, so Fleckenstein.

Wie der 25-jährige katholische Musiker mit arabischer Muttersprache berichtete, habe er als Vereinsobmann in den vergangenen Monaten viel Arbeit investiert, um ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Für seine Idee, die ihm im Vorjahr bei seinem alljährlichen Weihnachtsaufenthalt in Bethlehem gekommen sei, konnte er Künstler wie den "Rapper-Priester" aus der New Yorker Bronx, Father Stan Fortuna, den deutschen Hip-Hopper Danny Fresh und die österreichischen Bands "My Glorious", "Tyler" sowie den Kinderchor "Kisi-Kids" gewinnen.

Seine eigene Band "Cardiac Move", die sich als Gewinner des "Ö3-Soundchecks 08" gegen 670 Mitbewerber durchsetzte, wird in Bethlehem den eigens komponierten Song "Peace, Peace, Peace" uraufführen, kündigte Fleckenstein an.