Rockkonzert eröffnet vatikanisches Treffen des Kulturrates

Thema: Aufstrebende Jugendkulturen

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 830 klicks

Heute Mittag hat Papst Benedikt XVI. in der Sala Clementina des vatikanischen apostolischen Palastes die Teilnehmer der Generalversammlung des Päpstlichen Rates für die Kultur in Audienz empfangen, die vom 6. bis 9. Februar im Vatikan über das Thema „aufstrebende Jugendkulturen“ sprechen. Das Treffen war am Mittwochabend mit einem Rockkonzert der italienischen Gruppe „The sun“eröffnet worden, bei dem die Ratsmitglieder, Delegierte und der Präsident des Rates, Kardinal Ginafranco Ravasi, anwesend waren. Bei einem anschließenden runden Tisch forderte kardinal Ravasi die jungen Leute auf, die neuen Kanäle zu nutzen, um mit der Kirche ins Gespräch zu kommen. Während der Plenarversammlung könne man ihm über twitter (hashtag # Reply2Ravasi) Botschaften senden und Fragen stellen.

Der Papst hob in seiner Ansprache hervor, der instabile gesellschaftliche Rahmen, den die Jugendlichen heute vorfänden, habe verschiedene Auswirkungen. Schwierigkeiten, Arbeit zu finden, könne zum Abgleiten auf Abwege führen, bis hin zu Gewalt und Drogen. Die Gesellschaft sei aber abhängig von der Expansion und dem Einsatz der Jugend, die Kirche sei auf junge Menschen und ihre Lebensfreude angewiesen, um den Glauben zu erneuern.

Es gebe auch eine Tendenz, sich von der Welt abzukapseln, und der Glaube werde in einer sehr privaten und emotionalen Weise erlebt. Die Jugendkulturen würden deshalb auch zu einem Hilfeschrei oder sogar zu einer Provokation, die man nicht einfach  ignorieren könne, weder in der Zivil-Gesellschaft noch in den kirchlichen Gemeinden.

Auf der anderen Seite lobte der Papst den Einsatz vieler Jugendlicher in Freiwilligendiensten und für einen respektvollen und menschenwürdigen Umgang vor allem mit Armen und Schwachen

In der dritten Welt forderten die Jugendlichen „mit ihrer Kultur und ihren Ansprüchen die globalisierte Konsumgesellschaft heraus, die Kultur der eingefahrenen Privilegien – von denen jedoch nur ein kleiner Kreis der westlichen Welt profitiert“, so der Heilige Vater.

Er betonte aber nochmals, dass die Kirche den jungen Leuten vertraue und auf sie und ihre Energie ihre Hoffnung setze, um mit neuem Enthusiasmus ihre Mission zu verwirklichen.