Romanus Bange (1880-1941)

Ordensmann und Priester

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 238 klicks

Romanus Bange zählt zu den Glaubenszeugen, die während des nationalsozialistischen Terrors unermüdlich das Wort und die Liebe Gottes verkündeten.

Romanus Bange wurde am 3. Januar 1880 in Bochum geboren. Als Jugendlicher, 1897, trat er in Warendorf dem Franziskanerorden bei. Zehn Jahre später empfing er die Priesterweihe. Bange verfügte eine außerordentlicher Begabung zu predigen. Tausende Menschen wusste er, anzusprechen und ihnen das Wort Gottes zu vermitteln.

1910 wurde Pater Romanus Domprediger in Paderborn. Während des Ersten Weltkriegs war er als Krankenpfleger und Seelsorger bei den Maltesern tätig. Nach dem Krieg kehrte Bange nach Paderborn zurück und wurde zusätzlich Vikar des Franziskanerkonvents. Ab dem 17. September 1932 war er als Pfarrer der neuen Christ-König-Gemeinde in Bochum tätig.

Seine ablehnende Haltung gegenüber den Nationalsozialisten bekannte er offen und wurde deshalb 1937 erstmals verhaftet. Die Lage verschärfte sich zusehends. Am 21. Juli 1941 wurde das Franziskanerkloster in Bochum von der Gestapo besetzt. Pater Romanus Bange erlag am selben am 21. Juli 1941 einem Herzleiden, das ihn seit Jahren quälte.

An seiner Beerdigung nahmen über 6.000 Menschen teil. 2007 wurden das Leben und Werk von Pater Romanus Bange mit einem „Stolperstein" des Künstlers Gunter Demnig vor der Christ-König-Kirche in Bochum geehrt.