Rückkehr der verlorenen Schafe?

Englands Kirche sucht den Kontakt zu 4.000.000 "verlorenen" Katholiken

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 451 klicks

Pfarrer in England und Wales bemühen sich intensiv, insbesondere die 4 Millionen Katholiken zu erreichen, die selten oder nie die Messe besuchen.

Pater Kieran Conry, Vorsitzender der Kommission der Bischöfe für Evangelisierung und Katechese, ließ dazu verlauten, dass es wichtig sei, die „verlorenen“ Katholiken wieder in die Gemeinschaft einzubinden. „Während das Fernbleiben Getaufter nicht neu für die katholische Gemeinschaft ist, sind die Sorgen und Ängste der Eltern, Geschwister und Großeltern groß und ernst.“ Allen sei mindestens eine Person im persönlichen Umfeld bekannt, die der Kirche den Rücken gekehrt habe.

Deshalb ermutigt Pater Kieran Conry die Priester und der Kirche Nahestehenden, die zu diesem Zweck von der Bischofskonferenz zur Verfügung gestellten Materialien während des „Home Mission Sunday“ am Sonntag zu nutzen. „Crossing the Threshold: Ministry and Outreach to non-churchgoing Catholics“ lautet entsprechend das diesjährige Thema des „Home Mission Sunday“, zu dessen Anlass 400.000 Faltblätter gedruckt worden sind.

„Wir alle müssen unser Verhältnis zu Jesus vertiefen“, so Pater Kieran Conry. Er heiße alle Besucher einer katholischen Kirche willkommen. Es sei verständlich, dass jemand, der seit Jahren der Kirche fernbleibe, eine gewisse Scheu verspüre. Umso wichtiger sei es, den Menschen das Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln.

Erzbischof Vincent Nichols, Präsident der Katholischen Bischofskonferenz in England und Wales, erklärte, die Verkündigung der Frohen Botschaft in Wort und Tat sei Aufgabe eines jeden von uns; im Alltag könnten wir bei der Verrichtung unserer alltäglichen Aufgaben Größe und Vergebung zeigen, unserem Nächsten helfen und dem Beispiel Jesu folgen. Der „Home Mission Sunday“ erinnere uns an die Bedeutung der Evangelisierung.