Rudolf Voderholzer zum Bischof von Regensburg ernannt

Nachfolger von Erzbischof Gerhard Müller

| 1124 klicks

ROM, 6. Dezember 2012 (ZENIT.org). – Der Heilige Vater Benedikt XVI. hat heute Rudolf Voderholzer zum neuen Bischof von Regensburg ernannt.

Die Diözese Regensburg soll sich in einer ersten Reaktion über die Ernennung erfreut gezeigt haben und dankt dem Heiligen Vater für diese Entscheidung. Der Termin seiner Bischofsweihe und Amtseinführung wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Voderholzer lehrt als Professor für Dogmatische Theologie an der theologischen Fakultät der Universität Trier und am Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg, das die Gesammelten Werke von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. herausgibt. Voderholzer ist Schüler von Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, der bis Anfang Juli das Bistum Regensburg leitete und seither als Präfekt der Römischen Glaubenskongregation vorsteht.

Rodulf Voderholzer wurde am 9. Oktober 1959 in München geboren. Nach seinem Philosophie- und Theologiestudium in München empfing er am 17. Juni 1987 die Priesterweihe in der Erzdiözese München und Freising.

Von 1987 bis 1991 war er Kaplan von Traunreut, Haar und Zorneding. Danach setzte er seine Theologiestudien an der theologischen Universität von München fort; gleichzeitig arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent des Lehrstuhls für Dogmatische Theologie. 1997 schloss er sein Doktorat und 2004 seine Habilitation in Theologie ab.

Im Jahre 2003 wurde er oberster Assistent der Fakultät für Glaubens- und Religionswissenschaft und Philosophie an der theologischen Fakultät von Fribourg (Schweiz), deren Präsident er 2004 wurde. Gleichzeitig lehrte er dort dogmatische Theologie.

Seit 2005 ist er Professor für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte an der theologischen Fakultät von Trier und seit 2008 Direktor des Institutes Papst Benedikt XVI. in Regensburg.

Seinen pastoralen Dienst leistet er in der Pfarrei des hl. Nikolaus in Kasel (DiözeseTrier).

Laut Domradio äußerte er sich folgendermaßen zu seiner Wahl: „Papst Benedikt hat mir zuerst die Herausgabe seiner gesammelten Schriften anvertraut, dann die Leitung der theologischen Begegnungsstätte in seinem Wohnhaus in Pentling und nun auch das Kostbarste, das es gibt, nämlich die Menschen im Bistum Regensburg.“

Der Bruder des Papstes, Msgr. Georg Ratzinger, habe sich zufrieden über den neuen Regensburger Oberhirten gezeigt und nannte ihn eine „sehr gute Lösung“, so Domradio weiter. Er selbst habe zwar keinen Wunschkandidaten gehabt, doch einige vorab in Medien spekulativ genannte Namen hätten ihm „nicht so gut gefallen“. Er halte den Münchner Diözesanpriester für „absolut episkopabel“. [jb]