Ruf an, Pilger: Telefondienst zum WJT gestartet

Familien vor Ort bereiten sich auf Pilgerempfang vor

Rom, (ZENIT.org) H. Sergio Mora | 300 klicks

Pilger, die am Weltjugendtag (WJT) 2013 in Rio de Janeiro teilnehmen werden, haben ein neues Hilfsangebot, das all ihre Fragen beantworten und Unsicherheiten aus der Welt schaffen soll: „Ruf an, Pilger“.

Seit gestern ist in Rio de Janeiro die Telefonnummer 2122-8050 zwischen 8.00 und 20.00 Uhr jeden Tag freigeschaltet, um Pilgern auf Portugiesisch, Spanisch oder Englisch Fragen zu beantworten.

ZENIT hat die Nummer angerufen und folgte dann den Anweisungen (Taste 2 drücken), um mit einem Spanisch-sprachigen Vermittler verbunden zu werden. Beim ersten Versuch dauerte die Wartezeit 1,5 Minuten, beim zweiten nur 20 Sekunden: „Zentrum der Pilgerhilfe, mein Name ist Samuel, was kann ich für Sie tun…?“

Der Vermittler erklärte, dass die Nummer zwischen dem 20. und dem 29. Juli zu einer kostenlosen Telefonlinie umgeändert werde, die von jedem öffentlichen Telefon aus anwählbar sei, und damit auch von den „orelhoes“, den örtlichen Telefonzellen mit dem charakteristischen orangenen Dach.

Zusätzlich gibt es auch eine E-Mail-Hilfe unter Email, die bereits seit  Anfang des Jahres funktioniert. Hier gingen bereits 73.000 E-Mails ein.

Die Fragen der Pilger würden in den sechs offiziellen Sprachen des WJT 2013 beantwortet: Portugiesisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Polnisch, erklärte Sidney Timbo, der Direktor der Dienstes. Ein Team von 25 Freiwilligen beantworte die E-Mails innerhalb eines  Zeitfensters von 72 Stunden. 70 Prozent der Fragen seien allerdings schon auf der offiziellen Webseite des WJT beantwortet, kommentierte der Direktor.

Gastfreundschaft bei Familien

Laut Schwester Gracio Maria, ausführende Direktorin des Gästeempfangs des WJT 2013, braucht eine Familie, die an dem Pilgerprogram teilnehmen möchte, lediglich einen Ort zum Schlafen und ein Bad zur Verfügung zu stellen. „Es ist bereits Teil der Kultur, ein Campingbett, eine Luftmatratze oder einen Schlafsack mitzubringen. Was ein Pilger braucht, ist ein sicherer und überdachter Ort, an dem er schlafen, sich ausruhen und sich waschen kann“, so Schwester Gracia. Regeln, die die Familien vorgäben, würden immer respektiert werden, fügte sie hinzu. Essen müsse nicht zur Verfügung gestellt werden, da dies bei der Anmeldung für den WJT inbegriffen sei. „Wenn ein Pilger sich anmeldet, dann wird für ihn alle Verpflegung vorbereitet, Frühstück, Mittag- und Abendessen“, so Schwester Gracia.

„Den Organisatoren des WJT liegen alle Personalien der Pilger vor, darum gibt es auch hier kein Grund zur Sorge“, fügte sie hinzu.

Die Organisatoren schätzen, dass ein Pilger ungefähr drei Quadratmeter zur Verfügung gestellt bekomme. „Nicht nur die Menschen in Rio de Janeiro, sondern alle Brasilianer sind gastfreundlich. Ich denke, dass alles gut klappen wird“, schloss sie.

Was geschieht, wenn ein Pilger kein Portugiesisch spricht? „Dann wird die Sprache der Nächstenliebe gewählt. Wir haben dies schon bei anderen Ereignissen erlebt. Die Gastgeber und die Empfangenen werden sich gut verstehen, wenn sie sich nur alle Mühe geben.“