Rund 1000 ehemalige Anglikaner in katholische Kirche aufgenommen

Msgr. Burnham reflektiert über die „kleinen Anfänge“

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LONDON, Freitag, 29. April 2011 (Zenit.org).- In der diesjährigen Heiligen Woche traten rund 1000 Anglikaner bei verschiedenen Feiern in England und Wales zur katholischen Kirche über. Trotz dieser verhältnismäßig kleinen Zahl ermutigte der ehemalige anglikanische Bischof Msgr. Andrew Burnham seine Gläubigen, sich daran zu erinnern, dass am ersten Osterfest noch weniger Christen zugegen gewesen waren.

Rund 30 Gruppen ehemaliger Anglikaner, darunter mehr als 60 Geistliche, schlossen sich dem Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham an, dem neuen Ordinariat für ehemalige Anglikaner nach dem vom Papst vorgesehenen Plan in „Anglicanorum coetibus“.

Bei dem Empfang von rund 20 neuen Mitgliedern im Oxford- Oratorium wies P. Burnham darauf hin, dass auch 1.000 neue Katholiken „statistisch gesehen noch nicht signifikant“ seien. Der Priester ist einer von drei ehemaligen anglikanischen Bischöfen, die im Januar zu katholischen Priestern geweiht worden waren.

„Jedes Mal, wenn wir eine Reihe nationaler Statistiken hören, sei es auch nur eine Statistik für seltene Krankheiten, scheint es sich um Tausende oder Zehntausende zu handeln. Welche Bedeutung haben dann schon 20 oder 30, 60, 900 oder 1000?“ fragte P. Burnham und warnte gleichzeitig  vor der „Gefahr“, dass die „Konversionen dieser Tage sich unbeachtet in der Menge verlieren und die prophetische Geste des Papstes mit „Anglicanorum coetibus“ vereitelt werden könnte. „Das Höchste, was wir über die folgenden Jahre sagen können, ist, dass die Konversion ein wenig leichter geworden ist, ebenso die Weihe von Ex-Klerikern zu katholischen Priestern.“

„Ein viel spannenderes Szenario könnte sich jedoch entfalten, wenn wir zum ersten Osterfest zurückgehen. Daran war eine weitaus kleinere Zahl von Personen beteiligt“, fuhr Msgr. Burnham fort.

„Bis zum Ende des letzten Abendmahls waren die Jünger nur noch elf. Als Jesus am Kreuz starb, waren es nur zwei, -die Selige Jungfrau Maria und Johannes, der Lieblingsjünger. Nach der Auferstehung waren es einzelne oder sie waren zu zweit. Aus diesen kleinen Anfängen erwuchs das Christentum von einer kleinen, verdächtig galiläischen und eher unmodern jüdischen Sekte zur offiziellen Religion der damals bekannten Welt. Auch wenn sie anfangs noch nicht ganz erfolgreich war“, so P. Burnham.

„Ich bete dafür, dass die Gruppen ehemaliger Anglikaner, wie hier in Oxford, auf dem fruchtbaren Boden der katholischen Kirche wachsen und gedeihen mögen“, erklärte der Bischof und fügte hinzu, dass das Wachstum der Kirche vom „Beitrag eines jeden“ abhänge.

Bilder und Zeugnisse der Gruppen, die in die katholische Kirche eingetreten sind, können auf dem Blog des Personalordinaritates Unserer Lieben Frau von Walsingham abgerufen werden.