Rundflug im „Black Hawk": Unerwartetes Abschiedsgeschenk für Nuntius Farhat

Initiative des Österreichischen Bundesheeres

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WIEN, 10. März 2009 (ZENIT.org).- Das Österreichische Bundesheer hat den Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, mit einem besonderen Abschiedsgeschenk überrascht: In Vertretung des Ministers für Landesverteidigung, Norbert Darabos, empfing Generalleutnant Christian Segur-Cabanac, der Leiter der Sektion IV im Generalstab des Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, den Apostolischen Nuntius am Montagvormittag im Fliegerhorst Brumovski in Langenlebarn und lud ihn und seine Mitarbeiter auf einen Rundflug mit einem S-70 „Black Hawk" über das Tullner Becken und die Stadt Wien ein. Die Flugroute war wegen des schlechten Wetters etwas kürzer als ursprünglich geplant, sie umfaßte jedoch das Tullner Becken mit Blick auf die drei berühmten Klöster Stift Göttweig, Melk und Klosterneuburg, und ging weiter bis hin nach Wien, dessen markante Sehenswürdigkeiten sich von ihrer besten Seite zeigten, allerdings etwas regenverhangen.

Der Garnisonskommandant und Kommandant der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, Brigadier Günther Schiefert, lud Nuntius Farhat und dessen Mitarbeiter anschließend zu  einem festlichen Mittagessen im Fliegerhorst Brumovski ein, an dem unter anderen Gästen auch der Pilot des S-70 Black Hawk, Hauptmann Markus Cerny, und der Co-Pilot, Vizeleutnant Werner Nehring, teilnahmen.

Generalleutnant Segur-Cabanac erinnerte in seinen Begrüßungsworten an die verschiedenen Begegnungen mit dem Apostolischen Nuntius in Österreich, vor allem auch während der Vorbereitungen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. im September 2007, als er und sein Team vom Bundesheer für den sicheren Ablauf und die Logistik der Papstreise verantwortlich waren.

Generalleutnant Segur-Cabanac bedauerte, dass dieses Mal ein kurzer Abstecher mit dem Hubschrauber nach Mariazell wegen des heftigen Regens und Schneesturmes im Alpenvorland leider nicht möglich gewesen sei - wie dies auch beim Papstbesuch leider nicht geklappt hatte -, und meinte, dass „damals jedoch die Wetterbedingungen noch schlechter waren". Das Bundesheer hatte geplant, den Papst mit einem S-70 „Black Hawk" nach Mariazell zu bringen, doch musste die Wegroute schließlich aus Sicherheitsgründen auf die Straße verlegt werden. Zumindest habe der Nuntius nun bei seinem Panoramaflug nicht nur einen guten Eindruck von Österreich, sondern auch von „Klösterreich" bekommen, hob Generalleutnant Segur-Cabanac hervor, und überreichte ihm zum Dank für sein dreijähriges Wirken in Österreich eine Urkunde mit einem Gruppenphoto vor dem „Black Hawk".

In seinen Dankesworten erklärte der Nuntius, er hätte es nie zu träumen gewagt, einmal mit dem Hubschrauber über das schöne Wien und seine Umgebung fliegen zu können. Jetzt sei dieser Traum in Erfüllung gegangen, und es blieben ihm stets „die schönen Bilder aus der Luft in Erinnerung". Mit einem „Gott schütze Österreich" verabschiedete sich Nuntius Farhat vom österreichischen Bundesheer.


Von Marie Czernin