Rupert von Salzburg (6./7. Jahrhundert)

Bischof und Glaubensbote

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 229 klicks

Rupert von Salzburg wurde vermutlich in Worms geboren; genauere Angaben sind nicht bekannt. In Worms wurde der Heilige bald Bischof. Um 693 begab sich Rupert nach Bayern, um dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Er war vor allem in der Gegend um Regensburg tätig, wo der ihm wohl gesinnte Theodo II. residierte. Schnell gelang es Rupert, Theodo zum christlichen Glauben zu bekehren. Es heißt, Rupert sei äußerst fromm gewesen und habe sich durch große Nächstenliebe ausgezeichnet. Sein Versuch, die Awaren zu bekehren, scheiterte jedoch, weshalb Rupert schließlich nach Salzburg weiterzog. Hier hatte ihm Theodo Grund und Boden geschenkt. Rupert gründete daraufhin 696 in Salzburg das Kloster St. Peter, dem er auch als Abt vorstand, und verhalf der umliegenden Stadt zur Blüte. Weitere Gründungen von Kirchen und Klöstern folgten. 714 ließ Rupert ein Frauenkloster auf dem Nonnberg errichten, dem seine Nichte Erentraud als Äbtissin vorstand.

Kurz vor seinem Tode, um 715, kehrte Rupert in seine Heimatstadt zurück. Rupert von Salzburg starb am 27. März 716/718. Seine sterblichen Überreste wurden 774 nach Salzburg überführt. Heute befinden sie sich im Dom und in der Kirche des von Rupert gegründeten Klosters St. Peter. Der Überführung der Gebeine wird am 24. September gedacht.

In der Erzbatei St. Peter in Salzburg leben und arbeiten 21 Mönche und 80 Angestellte. Die Benediktinerinnen im Kloster Nonnberg widmen sich heute vorwiegend innerklösterlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben. Zu dem Kloster zählen ein Archiv, eine Bibliothek sowie Sammlungen, eine Keramikwerkstätte und ein Gästehaus.