Russisch-orthodoxe Kirche spricht sich für strategisches Bündnis mit Katholiken und Protestanten aus

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MOSKAU, 4. März 2011 (ZENIT.org).- Laut dem Metropoliten Hilarion von Volokolamsk, Leiter des kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, werfe die moralische und demografische Situation Russlands Fragen im Hinblick auf die Zukunft des Landes auf, berichtete Interfax.

In einem am Montag in der russischen Zeitung „Komsomolskaja Prawda" veröffentlichten Interview" erklärte der Metropolit, dass er schon oftmals davon gesprochen habe, dass „heute eine große Notwendigkeit für ein ‚strategisches Bündnis' zwischen Orthodoxen, Katholiken, den Mitglieder der alten orientalischen Kirchen und den traditionellen Protestanten besteht, das heißt zwischen all denjenigen, die die wahren christlichen Werte verteidigen - wie die Familie, die Kindererziehung, die Unauflöslichkeit der Ehe, die Würde des menschlichen Lebens vom Beginn bis zum Tod."

Alle diese Anschauungen würden „vollständig abgelehnt, und dem müssen wir uns entgegenstellen," sagte Metropolit Hilarion.

„Sonst werden Russland und die christliche Zivilisation im Allgemeinen im Laufe der Zeit ihr ‚Salz-sein' und ihr Ansehen verlieren und bleiben nur ein Studienobjekt für Historiker und Archäologen", prognostizierte der Metropolit.

Russland beginne sich, „an die schwere demografische Krise des Landes zu gewöhnen", stellte er fest.

Auf die Frage, was die Kirche vorschlage, um diese Situation zu ändern, verwies Hilarion auf das vom russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill vor Kurzem gestartete bisher größte Programm, das eine Reihe von Vorschlägen zur Bekämpfung der Abtreibung umfasst sowie die Unterstützung kinderreicher Familien und Waisenkindern und eine neue Gesetzgebung zum Schutz der Familien und der Kindheit.

[IS]