Russisch-orthodoxer Bischof von Wien warnt vor „Schwächung des Christentums“

Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen

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WIEN, 22. Januar 2008 (ZENIT.org).- Beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen wies der russisch-orthodoxe Bischof Hilarion Alfeyev von Wien darauf hin, dass nicht ein „starker“ Islam zu fürchten sei, sondern ein „schwaches Christentum“.



Würden christliche Gemeinschaften eine Revision der christlichen Theologie und Morallehre vornehmen, um sie der modernen Zeit anzupassen und „politisch korrekter“ zu machen, führte dies zum „geistlichen Untergang“ des Christentums. Ein von innen her entleertes Christentum sei nicht in der Lage, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen, ohne von ihnen zersetzt zu werden.

Die Sorge um das zahlenmäßige Erstarken des Islams in Europa, verbunden mit einem Rückgang der Christen, mache sich breit. Wie der Vertreter des Moskauer Patriarchats an der Europäischen Gemeinschaft bekräftigte, ist aber ein „schwaches Christentum“ bedeutend gefährlicher als ein zahlenmäßig starker und zunehmender Islam. Hilarion sprach diesbezüglich die Befürchtung aus, dass liberale Ideen die christliche Spiritualität und Moralität zerstören könnten, die die Grundlage der Kirche bildeten.