Russischer Premierminister für Papstbesuch in Russland

Des Landes verwiesener Bischof von Ostsibirien ersetzt

| 374 klicks

ROM/VATIKAN, 30. April 2003 (ZENIT.org).- Der russische Premierminister hat sich am Freitag für einen Papstbesuch in Russland ausgesprochen und teilte bei dieser Gelegenheit auch mit, dass seine Regierung alles in ihrer Macht stehende tut, um die Gegnerschaft der Russisch- Orthodoxen Kirche zu überwinden.



"Ich glaube, die bisher unternommenen Bemühungen und das, was wir derzeit tun, um die Unterschiede zwischen zwei Kirchen zu beseitigen, werden von Erfolg gekrönt werden, so Michail Kasianow bei seinem Rombesuch in einer Presserunde zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Auch Berlusconi sagte, er habe um eine Begegnung mit Patriarch Alexij II., Oberhaupt der russischen Orthodoxie, gebeten.

Papst Johannes Paul II. wollte bei seiner bevorstehenden Mongoleireise im August in dem 800 km von Moskau entfernten Kazan einen Zwischenstopp einlegen, wie jüngst aus Kreisen des Vatikans bekannt wurde. Es wäre das erste Mal, dass dieser Papst einen Fuß auf russische Erde setzen würde.

Grund dieses Zwischenstopps wäre gewesen, die berühmte und hochverehrte Kazanskaja-Ikone, die in den 90er Jahren in den Vatikan geriet, nachdem sie bei der Machtergreifung der Bolschewiken verloren gegangen war, wieder zurückzuerstatten.

Jahrzehnte lang war sie in Privatbesitz, bis sie schließlich entdeckt und 1993 dem Papst übergeben wurde, der sie seither in seinen Privatgemächern aufbewahrte.

Zudem teilte der Pressesaal des Heiligen Stuhls am Gründonnerstag überraschend mit, dass Bischof Jerzy Mazur der Diözese des heiligen Joseph in Irkutsk (Ostsibirien), welchen die russischen Behörden, ohne dazu Stellung zu nehmen, ausgewiesen hatten, nun zum Bischof des Bistums Elk in Polen ernannt worden ist.

Zu seinem Nachfolger hat der Papst den bisherigen Weihbischof Cyryl Klimowicz von Minsk-Mohilew (Weißrussland) ernannt, der im Jahre 1952 in Amangeldi in Kasachstan geboren ist

Die Ausweisung des Bischofs und einiger Priester erfolgte nach Errichtung von vier katholischen Bistümern auf russischem Boden im vergangenen Februar.