Russland: Erzbischof Capovilla wird von der Akademie der Wissenschaften geehrt

Der ehemalige Sekretär von Johannes XXIII. erhält die Ehrendoktorwürde

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MOSKAU, 12. Januar 2011 (ZENIT.org).- Das Europäische Institut der Akademie der Wissenschaften in Russland hat dem ehemaligen Sekretär von Papst Johannes XXIII., Erzbischof Loris Francesco Capovilla, den Ehrendoktortitel der historischen Wissenschaften verliehen.

Diese Entscheidung wurde vom Direktor des akademischen Instituts, Nikolai Shmeliov, ehemaliger Berater von Präsident Michail Gorbatschow, getroffen und durch Professor Anatoli Krassikow, Direktor der sozio-religiösen Studien des Instituts, publiziert.

Monsignore Capovilla erhält diesen Titel „als Anerkennung seines persönlichen Beitrags zur Erforschung des geistigen Vermächtnisses von Papst Johannes XXIII., einem der Hauptakteure des zwanzigsten Jahrhunderts, Förderer des Dialogs zwischen den Religionen und der modernen Welt und großer Friedensstifter", heißt es im Kommuniqué.

Das Europäische Institut, die höchste öffentliche russische Einrichtung, die der wissenschaftlichen Forschung im Land gewidmet ist, wurde im Jahre 1724 von Peter dem Großen gegründet und hat seit 1987 seinen Sitz in Moskau in der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Die Entscheidung wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche durch Hilarion Alfeyev, Metropolit von Volokolamsk, ständiges Mitglied der Heiligen Synode und Vorsitzender der Abteilung für Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats, freudig begrüßt.

Nikolai Shmeliov, Direktor des Instituts, wollte Erzbischof Capovilla (geboren im Jahre 1915 in Pontelungo, in der Provinz Padua) den Titel zu dessen 95. Geburtstag am 14. Oktober 2010 überreichen, nun soll er ihm in Italien offiziell verliehen werden.