„Sacra Sindone“: Benedikt XVI. kündigt Ausstellung des Turiner Grabtuchs für Frühjahr 2010 an

Audienz für Gläubige aus der Erzdiözese Turin im Vatikan

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ROM, 2. Juni 2008 (ZENIT.org).- Im Frühjahr 2010 wird es wieder eine Ausstellung des Turiner Grabtuches geben, der „Sacra Sindone“. Das kündigte Papst Benedikt XVI. heute Vormittag während einer Audienz für rund 7.000 Gläubige aus der Erzdiözese Turin an, die gemeinsam mit ihrem Erzbischof, Kardinal Severino Poletto, zu den Apostelgräbern nach Rom  gepilgert waren.



In seiner Ansprache in der Audienzaula Paolo VI. hieß der Papst die Gläubigen im „Haus des Nachfolgers des Petrus“ willkommen. Benedikt XVI. würdigte die reiche Turiner Tradition und kündigte dann die neue Ausstellung des Grabtuches an. Nach 1998 und 2000 wird es die dritte Ausstellung in der jüngsten Vergangenheit sein.

„Wenn mir der Herr das Leben und die Gesundheit schenkt, so hoffe ich, dass auch ich kommen werde“, so Papst Benedikt. Es handle sich um eine mehr denn je günstige Gelegenheit, um jenes geheimnisvolle Antlitz zu betrachten, „das in der Stille zu den Herzen der Menschen spricht und sie dazu einlädt, in ihm das Antlitz Gottes zu erkennen“.

„Habt keine Angst, euch Christus anzuvertrauen“, rief der Papst den Gläubigen zu. Nur Christus könne den tiefsten Erwartungen der menschlichen Seele entsprechen. Nichts dürfe die Liebe zu seinem Evangelium behindern. „Wenn Christus im Mittelpunkt eurer Familien, Pfarreien und jeder Gemeinschaft steht“, so der Papst, „dann werdet ihr seine lebendige Gegenwart spüren, und dann werden Einheit und Gemeinschaft unter den verschiedenen Gliedern der Diözese wachsen.“

Benedikt XVI. forderte die Gläubigen zum Gebet und zum Empfang der Sakramente auf, besonders der Eucharistie und der Beichte. Außerdem wies er darauf hin, wie wichtig die ständige christliche Bildung sei, insbesondere für die Jugendlichen.