Salesianer feiern ihre Professjubilare 2009: 60 Jahre für und mit der Jugend

Vom Steinmetz, Friseur, Elektrotechniker und Herrenschneider zur Jugendarbeit bei den Salesianern

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WIEN, 20. August 2009 (ZENIT.org).- Fünf österreichische Mitglieder des Ordens der Salesianer konnten kürzlich die Treue zu ihrer Berufung in der Familie des großen Patrons der Jugend, dem Italiener und Ordensgründer Don Bosco, feiern.

Vor allem für und mit der Jugend sind im zweitgrößten Orden der katholischen Kirche 16.000 Salesianer weltweit im Einsatz. In 132 Ländern geben die Seelsorger und Sozialpädagogen seit 150 Jahren Zeugnis von der Liebe Gottes zu den Menschen. Die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiter engagieren sich besonders für benachteiligte Jugendliche.

Auf 40 Jahre Profess blickt P. Jan Horak zurück. Er wurde am 10. April 1943 in Prag geboren. Nach seiner Ausbildung als Elektrotechniker ging er 1965 nach Verona (Italien), trat in den Orden der Salesianer Don Boscos ein und legte 1969 seine Erste Profess ab. Die ewigen Gelübde folgten 1973 in Rom. Die Priesterweihe empfing er nach dem Theologiestudium 1977 in Turin. Es folgten Tätigkeiten als Lehrer in Turin uns in Bozen sowie das Doktoratsstudium an der Salesianeruniversität in Rom. Seit 1987 lebt P. Horak im dritten Wiener Gemeindebezirk, wo er die Tschechische Gemeinde betreut.

P. Josef Keler SDB blickt auf 50 Jahre Profess zurück. Der österreichische Salesianer wurde am 19. Juli 1939 in Mitterdorf im Mürztal, Steiermark, geboren. 1958 wurde der gelernte Friseur Novize bei den Salesianern Don Boscos in Oberthalheim. Nach der Ewigen Profess 1965 studierte P. Keler Theologie in Benediktbeuern. Seine Priesterweihe empfing er 1969 in Linz.

Keler arbeitete im Schülerheim in Landeck, im Studienheim Mariahilf in Unterwaltersdorf, als Kaplan und Jugendseelsorger in Klagenfurt-Siebenhügel und als Pfarrer in Wien-Stadlau. 1984 promovierte er in Klagenfurt zum Doktor der Philosophie. Im selben Jahr wurde er zum Provinzial der österreichischen Provinz der Salesianer Don Boscos ernannt - ein Amt, das er zwölf Jahre inne hatte, ehe er als Direktor des Canisiusheims nach Horn berufen wurde.

1997 wurde er zum Konsistorialrat in der Diözese St. Pölten ernannt. Seit 2002 ist P. Keler Pfarrer in Graz. Außerdem ist er als Missionsprokurator in besonderer Weise mit den österreichischen Salesianern in den Ländern des Südens verbunden.

P. Johann Kromoser SDB (73) stammt aus Neuhofen/Ybbs. Im Jahr 1959 wurde er Novize bei den Salesianern Don Boscos in Oberthalheim, wo der ausgebildete Herrenschneider 1959 die Ewige Profess ablegte. Das Theologiestudium führte ihn nach Benediktbeuern, wo er 1968 zum Priester geweiht wurde.

P. Kromoser arbeitete in Linz, Klagenfurt, Graz und Oberthalheim, wo er auch Direktor der Hausgemeinschaft war. Von 1987 bis 2003 war er Pfarrer in Amstetten. Seither ist er Kaplan in der Wiener Pfarrei Neuerdberg. P. Kromoser wurde 1995 zum Geistlichen Rat der Diözese St. Pölten ernannt und ist Träger des Ehrenzeichens für die Verdienste um Körperbehinderte in Österreich.

P. Johann Stummer wurde am 25. Juli 1934 in Altenfelden inOberösterreich geboren. Das Noviziat bei den Salesianern Don Boscos verbrachte der Steinmetz von 1958 bis 59 in Oberthalheim. Er studierte in Rom und Turin Theologie, wo er 1965 die  Ewige Profess ablegte. Die Priesterweihe empfing er 1966 in Rom. P. Stummer war Pfarrer in Linz und baute mit viel Einsatz die so genannte Don-Bosco-Ranch für Jugendgruppen in Oberösterreich auf. 2004 wurde er zum Direktor der Hausgemeinschaft der Salesianer in Oberthalheim ernannt.

Zu den ältesten Jubilaren gehört P. Ernst Czimazia SDB. Er wurde am 13. Februar 1929 in Kam (Ungarn) geboren. P. Ernst trat 1948 als Novize in Tanakajd in den Orden ein und blickt heute auf 60 Jahre Erste Profess zurück. Seine Ewige Profess legte er 1957 in Budapest ab. Er arbeitete neben seinem Studium, das er zunächst in Ungarn und dann in Italien absolvierte, als Elektroschweißer.

Seine Priesterweihe empfing P. Czimazia 1960 in Turin. Danach wirkte er in der österreichischen Provinz in Klagenfurt, im Lehrlingsheim Graz und im Salesianum in Wien. Außerdem studierte er sechs Semester Geographie und Geologie. Bis 2004 war er Krankenhausseelsorger bei den Barmherzigen Brüdern in Eisenstadt. Derzeit lebt P. Czimazia in der Hausgemeinschaft im Wiener Salesianum.