Sant’Egidio eröffnet „Haus des Dialogs und des Friedens“ in Havanna

„Zeichen des Dialogs“ auf Kuba

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HAVANNA, 17. Juni 2009 (ZENIT.org).- Die Gemeinschaft Sant’Egidio, hat in der Altstadt von Havanna (Kuba) das „Haus des Dialogs und des Friedens“ eröffnet, das der kirchlichen Basisgemeinschaft als Niederlassung auf der Insel dient.

An der feierlichen Eröffnung nahmen der Gründer der Gemeinschaft, Andrea Riccardi und der Erzbischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega Alamino, teil, der die Räumlichkeiten segnete. Anwesend war auch der kubanische Historiker Eusebio Leal und Frau Caridad Diego, die das Büro für Religiöse Themen des Zentralkomitees leitet, sowie andere zivile und religiöse Autoritäten.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist seit 1992 auf Kuba präsent, wo eine Gruppe von Universitätsstudenten sich zur ersten Gemeinschaft in Havanna zusammenschloss, der andere Gemeinschaften in Pinar del Rio, Cienfuegos, Holguin und Santiago de Cuba folgten.

Die Eröffnung von eigenen Räumlichkeiten in der Altstadt von Havanna zeugt von der guten Zusammenarbeit mit den Behörden des Landes und insbesondere mit Dr. Eusebio Leal, der die Gemeinschaft als Beispiel für Solidarität und Freundschaft anerkennt.


Dr. Rolando Garrido, der für die Gemeinschaft auf Kuba verantwortlich ist bezeichnete den Tag der Eröffnung der neuen Lokale als „besonderes und unvergessliches Ereignis für die ganze Kirche“, denn es sei ein „Zeichen des Dialogs“. „Der Dialog“, fuhr er fort, „der sich aus dem Gebot der Liebe entwickelt, als intelligenter Dialog der Kultur, der Freundschaft und des selbstlosen Dienstes“. „Aus diesem Grund, sollen Männer und Frauen, Laien, Christen, die in dieses Haus kommen, sich für die Stadt, für Kuba, für die Welt im Namen unserer Kirche verantwortlich fühlen. Unter einer solchen Perspektive tun wir unsere Arbeit und wissen um unsere Überzeugungen und die Kunst des Dialogs und der Liebe zu allen“, so Dr. Garrido abschließend.


Prof. Riccardi betonte, wie gut sich die neue Niederlassung in die Altstadt der kubanischen Hauptstadt einfüge, die heute ein Fenster zur Welt sei. „Dieses Haus ist nicht nur eine Niederlassung von Sant’Egidio, sondern Ausdruck unserer kubanischen Gemeinschaft, die sich sehr gut in die Gemeinschaft der Altstadt von Havanna einfügt und die Tendenz dieser Hauptstadt zur Öffnung für die Welt, die Religionen und die Kultur widerspiegelt“.