Schottland: Zehn Jahre Lebensschutz-Initiative von Kardinal Winning

„Wenn Sie sich mit einer ungewollten Schwangerschaft konfrontiert sehen... Wir werden Ihnen helfen!“

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GLASGOW, 19. März 2007 (ZENIT.org).- Der Glasgower Erzbischof Mario Conti hat die Lebensschutz-Initiative von Kardinal Thomas Joseph Winning (1925-2001) gewürdigt, die rund 70 Kindern das Leben gerettet hat.



Der Erzbischof zelebrierte zum zehnten Jubiläum der genannten Initiative eine Festmesse, in der er seinen Vorgänger „einen Stift in der Hand der göttlichen Vorsehung“ nannte. Kardinal Winning sei es gewohnt gewesen, „in der Geschichte der Kirche dieses Landes unvergessliche und in der Tat aufregende Kapitel zu schreiben“, führte Erzbischof Conti aus.

Der Beginn der Lebensschutz-Initiative gehe nicht „auf ein feierliches Dekret oder auf eine monatelange Planung zurück, sondern sie ist das Ergebnis einer Ansprache meines Vorgängers Kardinal Tom Winning an die Gesellschaft zum Schutz der Ungeborenen Kinder“, erklärte der 72-jährige Hirte, der aus der angesprochenen Ansprache folgendes Zitat brachte:

„Heute möchte ich an jede Frau, an jede Familie und an jedes Paar, die sich mit einer ungewollten Schwangerschaft konfrontiert sehen, eine offene Einladung richten. Welche Sorgen oder Nöte Sie auch haben mögen... Wir werden Ihnen helfen! Wenn Sie Schwangerschaftstests brauchen oder Beratung… Wir werden Ihnen helfen! Wenn Sie Hilfe brauchen, um mit dem Aufziehen eines Babys zurechtzukommen, weil sie auf sich allein angewiesen sind... Wir werden Ihnen helfen!“

Erzbischof Conti bezog sich in seiner Predigt auch auf eine Botschaft von Kardinal Paul Poupard, seines Zeichens Präsident der Päpstlichen Räte für die Kultur und für den Interreligiösen Dialog, zum Tod von Kardinal Winning, in der es heißt:

„Die Schicksalspropheten meinten, er sei weltfremd und vielleicht sogar verrückt, als er im März 1997 den wagemutigen Schritt unternahm, Frauen, die unter dem Druck einer ungewollten Schwangerschaft standen, praktische Hilfe anzubieten, ungeachtet ihres religiösen oder sozialen Hintergrunds beziehungsweise ihrer Volkszugehörigkeit.“

Kardinal Poupard schrieb 2001, dass die Presse angesichts der neuen Initiative „verblüfft“ gewesen sei. „Wie erfreut war aber Kardinal Winning, als er nur ein Jahr später sagen konnte, dass aufgrund der Initiative viele Menschenleben gerettet worden waren.“

Erzbischof Conti hob hervor, dass 2.222 Frauen in der genannten Einrichtung um Unterstützung angesucht hätten und dass heute rund 70 Kinder am Leben seien, die andernfalls abgetrieben worden wären.