Schweiz: Bischof Henri Salina gestorben

„Er gewann die Menschen für die Werte und Forderungen des Evangeliums“

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FRIBOURG, 3. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz trauern über den Tod von Bischof Henri Salina CRA, emeritierter Abt von Saint-Maurice, der am Montagmorgen nach langer Krankheit gestorben ist. Bischof Salina stand im 81. Lebensjahr. Der Beerdigungsgottesdienst wird am Donnerstag um 15.00 Uhr in der Abteikirche von Saint-Maurice stattfinden.



In einem heute veröffentlichten Nachruf heißt es, dass Bischof Salina ein Seelsorger gewesen sei, „der sein Amt mit großer Sensibilität ausübte. Er gewann die Menschen für die Werte und Forderungen des Evangeliums, das er mit Aufrichtigkeit, Humor und großem kulturellem und menschlichem Wissensfundus verkündete.“

Die Schweizer Bischöfe, die vom 3. bis zum 5. Dezember zu ihrer 278. Ordentlichen Vollversammlung in Saint-Maurice, Kanton Wallis, zusammengekommen sind, versichertem ihr Gebet dem gegenwärtigen Abt von Saint-Maurice, ihrem Mitbruder Joseph Roduit, ebenso wie der Klostergemeinschaft von Saint-Maurice und den Schwestern von Saint-Maurice in La Pelouse/Bex, wo Bischof Salina nach seiner Emeritierung 1999 lebte, sowie der Familie und den Freunden des Verstorbenen.

Kurzbiographie
Am 13. Dezember 1926 in Morges geboren, arbeitete Henri Salina nach der Maturität zuerst im Familienbetrieb in Morges. Er trat danach den Augustiner-Chorherren der Territorialabtei von Saint-Maurice bei, wo er 1957 seine feierlichen Gelübde ablegte. Im gleichen Jahr wurde er zum Priester geweiht. Nachdem er von 1958 bis 1964 als Lehrer am Kollegium von Saint-Maurice und 1964 bis 1970 als Statthalter der Abtei gewirkt hatte, wurde er 1970 zum Abt gewählt und damit ipso facto Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz. Am 6. Januar 1992 wurde Abt Henri Salina von Papst Johannes Paul II. zum Bischof geweiht. Von 1995 bis 1997 stand Bischof Salina der Schweizer Bischofskonferenz als Präsident vor.