Schweizer Bischöfe rufen zu politischem Druck auf Regierung Mugabe(Simbabwe) auf

Ergebnisse der Vollversammlung in Einsiedeln

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FRIBOURG, 8. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Bischöfe der Schweiz, die sich vom 4. bis zum 6. Juni in der Benediktinerabtei Einsiedeln zu ihrer 276. Ordentlichen Versammlung getroffen haben, unterstützen den Einsatz der Hirten in Simbabwe für den Schutz der Menschen- und Bürgerrechte und der menschenwürdigen Entwicklung in ihrem Land.



„Nach zahlreichen Übergriffen der Polizei gegen die Anhänger der Opposition haben die katholischen Bischöfe von Simbabwe in einem Hirtenbrief das autoritäre Regime des Präsidenten Mugabe verurteilt und zu verstehen gegeben, dass sie dessen Ablösung fordern. Die Schweizer Bischofskonferenz teilt die Kritik der Bischöfe Simbabwes und ist sehr beunruhigt über die rasche Verschlechterung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung Simbabwes. Grund für diese Situation ist die seit Jahren inkompetent und korrupt ausgeübte Regierungstätigkeit“, so heißt es in einer heute veröffentlichen Presseerklärung.

Die Schweizer Bischofskonferenz schließt sich aus den genannten Gründen dem Appell des schweizerischen Büros des „Réseau Foi et Justice Afrique-Europe“ (RFJAE) an Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey an, die Schweiz möge diplomatischen Druck auf das Mugabe-Regime ausüben. RFJAE vertritt rund 35.000 Ordensfrauen und Ordensmänner aus Europa und Afrika.

Bei ihrer Tagung in Einsiedeln verabschiedeten die Bischöfe das Dokument „Liturgische Bildung in den Diözesen der Schweiz“, in dem erläutert wird, „auf welchen Ebenen der Kirche welche Bildungsanstrengungen auf dem Gebiet der Liturgie zu unternehmen sind. So wird darin etwa die Aufgabe des Bischofs, der die primäre Verantwortung für das liturgische Leben in seiner Ortskirche trägt, näher umschrieben.“ Auch Fragen der liturgischen Aus- und Weiterbildung der Theologen im kirchlichen Dienst sowie der Religionspädagogen, Kirchenmusiker, Katecheten, Lektoren, Kantoren und engagierten Laien werden in dem Dokument erörtert, das außerdem die Pfarreien zur Förderung der liturgischen Bildung und der christlichen Kunst anregt.
Der Präsident der Kommission Tourismus und Freizeit der SBK, Pfarrer Stefan Roth, setzte die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz über den Stand der Vorbereitungen der kirchlichen Präsenz an der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Kenntnis. Die verschiedenen Initiativen werden der Öffentlichkeit im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern anderer christlicher Kirchen und Konfessionen vorgestellt werden.

Bei der Bischofssynode „Gottes Wort im Leben und in der Sendung der Kirche“ („Verbum Domini in vita et missione Ecclesiae“), die vom 5. bis zum 26. Oktober 2008 im Vatikan stattfindet, werden die Schweizer Hirten von Bischof Kurt Koch vertreten. Sein Stellvertreter ist Bischof Bernard Genoud. Zur Vorbereitung der Bischofssynode haben die Hirten eine eigene Arbeitsgruppe gebildet.

Die Lineamenta, die eine erste Übersicht über die Themen und Fragen geben, sind bereits erschienen. Die Schweizer Bischöfe werden bis Herbst 2007 auf die „Lineamenta“ reagieren und Eingaben machen. Sie laden die Gläubigen ein, sich daran zu beteiligen. Das Schweizerische Katholische Bibelwerk nimmt Eingaben auf die Fragen der „Lineamenta“ unter www.bibelwerk.ch entgegen und leitet sie an die Bischofskonferenz weiter.