Schweizer Bischöfe: Vergebende Begegnung mit Christus in der Beichte ist immer persönlich

„Die Höchstform der vergebenden Begegnung mit Christus ist die Feier des Sakramentes der Versöhnung“

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FRIBOURG, 4. September 2008 (ZENIT.org).- „Die Vergebung ist ein persönliches Geschenk Gottes an jeden einzelnen Menschen“, bekräftigen die Schweizer Bischöfe, die vom 1. bis zum 3. September im Priesterseminar des Bistums Sitten in Givisiez unter anderem das Sakrament der Versöhnung in den Blick genommen haben. Die Ergebnisse ihrer 281. Ordentlichen Vollversammlung wurden heute bekannt gegeben.



In der entsprechenden Presseerklärung wird darauf hingewiesen, dass Gott dem Menschen auf vielfältige Weise Vergebung schenke.

Sakrament der Versöhnung
„Die Höchstform der vergebenden Begegnung mit Christus ist die Feier des Sakramentes der Versöhnung. Die Kirche kennt zwei ordentliche Formen des Empfangs dieses Sakraments: die Feier der Versöhnung für Einzelne („Einzelbeichte“) und die gemeinschaftliche Feier der Versöhnung mit persönlichem Bekenntnis und Lossprechung der Einzelnen.

Nachdem sich die Schweizer Bischofskonferenz im Dezember 2007 mit dem Hirtenschreiben Impulse zur Erneuerung der Einzelbeichte im Rahmen der Bußpastoral an Gläubige und Seelsorger gewandt hat, haben sich die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte mit der gemeinschaftlichen Feier der Versöhnung näher befasst.

Sie ermutigen die Durchführung der gemeinschaftlichen Feier der Versöhnung mit persönlichem Bekenntnis und Lossprechung der Einzelnen. Die Vergebung ist ein persönliches Geschenk Gottes an jeden einzelnen Menschen. Dieses Geschenk kann nur empfangen, wer sich schuldig bekennt. Deshalb gehört das persönliche Bekenntnis wesentlich zum Sakrament der Versöhnung. In Übereinstimmung mit dem am 7. April 2002 von Papst Johannes Paul II. erlassenen Apostolischen Schreiben Misericordia Dei unterstreichen die Bischöfe die Erfordernis des persönlichen Bekenntnisses.

Sie halten gleichzeitig fest, dass die Bussfeier ohne persönliches Bekenntnis mit einer deprekativen Versöhnungsbitte (in Form eines Gebetes) abgeschlossen werden soll. Eine Generalabsolution ist nur in Notsituationen zulässig. Die Schweizer Bischofskonferenz wird dazu Anfang des kommenden Jahres verbindliche Richtlinien erlassen.“

Welttreffen der Familien im Januar 2009

Die Schweizer Bischofskonferenz wird eine Delegation zum 6. Welttreffen der Familien entsenden, das vom 14. bis zum 18. Januar 2009 in Mexiko-Stadt stattfinden wird. Das von Papst Benedikt XVI. einberufene Treffen hat zum Thema: „Die Familie, Ausbildnerin für die menschlichen und christlichen Werte“

Medienarbeit, Volksinitiative
Andere Themen, mit denen sich die Hirten befassten, waren die Reorganisation der katholischen Medienarbeit - am 25. Oktober wird in Luzern eine Tagung über die Weichenstellungen für die Medienarbeit der katholischen Kirche in der Schweiz stattfinden – und die für 30. November vorgesehene Abstimmung über die Volksinitiative „Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz“, die die Bischöfe unter Hinweis auf ihre ausführliche Stellungnahme von 1997 (publiziert in der Schweizerischen Kirchenzeitung, Nr. 35/1997, S. 495, http://www.kath.ch/skz/skz-1997/amtlich/bi35.htm#anchor65767) ablehnen.