Sechzig Abgeordnete und Senatoren in Italien sprechen sich zu Gunsten des Lebens und der Familie aus

Entstehung einer parlamentarischen Arbeitsgruppe zur Überwindung des demographischen Winters

| 987 klicks

Von Luca Marcolivio

ROM, 10. Februar 2012 (ZENIT.org). – „Schutz der Grundrechte, wie die Anerkennung der Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, Gewährung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung, Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum Euthanasieverbot, Verkündigung eines Tages des Lebens und der Familie." Dies sind einige der Initiativen, die die in Italien eine interparlamentarische Arbeitsgruppe für das Leben mit sofortiger Wirkung unterstützen und befürworten wird.

Dies wurde heute von Senator Stefano De Lillo bei der Eröffnungssitzung der „Vereinigung der parlamentarischen Arbeitsgruppe für den Wert des Lebens" bekannt gegeben, der sich 60 Parlamentarier aus allen politischen Lagern des Parlaments angeschlossen haben.

„Die Vereinigung", so Senator De Lillo, "möchte nicht nur das Recht auf Leben verteidigen, sondern auch als synergetisches Bindeglied zwischen Regierung und Parlament fungieren, indem sie anhand von einer Reihe politischer und kultureller Initiativen wichtige Problemstellungen identifiziert wie das Bevölkerungswachstum, das Recht zur Kriegsdienstverweigerung, die Unverletzlichkeit des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende, die vorzeitige Pensionierung schwer behinderter Elternteile allesamt Themen, derer sich das Parlament wieder annehmen muss und für die es eine schnelle Gesetzgebung verfügen muss."

Bezüglich des Gesetzes über das Ende des Lebens hat die Abgeordente Eugenia Roccella, ehemalige Staatssekretärin des Gesundheitsministeriums, das Parlament dazu aufgefordert, fort zu verabschieden, in Anbetracht der Tatsache, dass der Gesundheitsminister Renato Balduzzi äußerte, die Regierung werde zur Kenntnis nehmen, was auch immer vom Parlament entschieden werde.

Die Abgeordente Ada Spadoni Urbani betonte das Engagement der Arbeitsgruppe zur Durchsetzung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung auch für Apotheker, insbesondere angesichts der offenkundigen Versuche, als Antibabypillen getarnte Abtreibungspillen in großem Ausmaß zu verbreiten.

Der Abgeordente Sandro Oliveri berichtete von der großen Beteiligung am Pro-Life-Marsch in Palermo und unterstrich, er habe einen Gesetzentwurf zur Einsetzung eines Tags für die Familie eingereicht. Oliveri sagte: „Es mag paradox erscheinen, doch gibt es unter all den Feier- und Gedenktagen, die den unterschiedlichsten Themen gewidmet sind, in unserem Land keinen Tag für die Familie."

Senator De Lillo, der bereits einen Gesetzentwurf zur Einsetzung eines Tags für das Leben eingereicht hatte, empfahl, einen gemeinsamen Vorschlag für einen Tag für das Leben und für die Familie zu formulieren und vorzulegen.

In diesem Zusammenhang gab die Vereinigung am vergangenen Sonntag eine Erklärung ab, in der sie der Botschaft „Giovani per la vita“ (Jugend für das Leben) zustimmte und ankündigte „sich zu jeder Zeit und in jeder Hinsicht für die Unterstützung der Förderung des Lebens zu engagieren.“

„Die Wirtschaftskrise, die unser Land getroffen hat, so die Mitteilung weiter, kann nur überwunden werden, wenn man zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum zurückkehrt. Darüber hinaus hat der Zusammenbruch der Geburtenrate in den vergangenen vierzig Jahren ein schwerwiegendes Ungleichgewicht verursacht. Es ist klar, dass es zur Umsetzung eines bedeutenden Wirtschaftswachstums junger Menschen bedarf.“

„Das Recht auf Leben ist eine anthropologische Priorität“, so De Lillo. „Es geht über ein Grundrecht hinaus. Viemehr stellt es die Bedingung dar, die jedes andere Recht ermöglicht."

[Übersetzung des italienischen Originals von Sabrina Toto]