Seelsorge für Menschen mit Behinderung wird künftig im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz koordiniert

Aktuelle Fragen in die Öffentlichkeit tragen

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 756 klicks

Die Seelsorge für Menschen mit Behinderung ist weiterhin eines der zentralen Themen der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2010 ist Weihbischof Otto Georgens (Speyer) Beauftragter für diesen Bereich. Die Aufgaben der bisherigen „Arbeitsstelle für Menschen mit Behinderung“ werden künftig im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn wahrgenommen. Ziel ist es, die Vernetzung der verschiedenen Akteure und Initiativen in der Seelsorge für Menschen mit Behinderung sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen zu unterstützen.

„Wir nehmen die Arbeit der Behindertenpastoral ungemindert ernst und versuchen den Einsatz mit anderen Seelsorgebereichen zu verbinden. Dabei geht es uns vor allem darum, aktuelle Fragen dieses Seelsorgefeldes in die Öffentlichkeit zu tragen und vorhandene Initiativen noch besser zu vernetzen“, erklärte heute Weihbischof Georgens. Diese Arbeit unterstützt auch der neu gegründete Beirat der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung auf Bundesebene, der jetzt seine Arbeit aufgenommen hat.

Weihbischof Georgens unterstrich, dass es die Hauptaufgabe der bundesweiten Seelsorge für Menschen mit Behinderung sei, im Sinne der Inklusionsdebatte die überdiözesan relevanten Belange auf diesem Gebiet zu koordinieren. „Dazu gehören auch Fragen nach der behindertengerechten Ausstattung von Großveranstaltungen wie den Katholikentagen oder dem Eucharistischen Kongress in Köln“, so Weihbischof Georgens. Es gebe zahlreiche Angebote auf Bundes- und Bistumsebene, die die Behindertenpastoral in den Mittelpunkt stellen. „Beispielsweise konnten wir im vergangenen Jahr eine barrierefreie Wanderausstellung vorstellen, die die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung thematisiert. Ziel war es, die UN-Konvention bekannter zu machen, die nach Umfragen bisher nur 14 Prozent der Deutschen kennen. Akzentuiert wurden die zentralen Themen der UN-Konvention wie Barrierefreiheit, Selbstbestimmung, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit. Gerade auf dem Katholikentag in Mannheim hat die Ausstellung große Beachtung gefunden“, sagte Weihbischof Georgens. „Menschen mit Behinderung gehören zu unserer Gesellschaft. Die Kirche weiß sich der Aufgabe und dem Einsatz für Menschen mit Behinderung in besonderer Weise verpflichtet.“