„Seid Männer des Gebets!“ Benedikt XVI. empfängt neu ernannte Bischöfe

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ROM, 24. September 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. empfing am Samstag die Bischöfe, die er im Lauf dieses Jahres ernannt hatte und die in Rom zu einem Kongress zusammengekommen waren.

An der internationalen Begegnung, zu dem der Heilige Stuhl jedes Jahr die neu ins Amt berufenen Bischöfe einlädt, nehmen diesmal knapp 100 Oberhirten teil. Aus den Ländern deutscher Sprache stammen sechs Teilnehmer: Aus Deutschland sind die Bischöfe Gregor Hanke aus Eichstätt und Konrad Zdarsa aus Görlitz sowie Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg angereist; aus der Schweiz die neuen Oberhirten von Sankt Gallen und Chur, Markus Büchel und Vitus Huonder, und aus Österreich der Sankt Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried..



In seiner Ansprache ermahnte der Heilige Vater die Bischöfe, immer „Männer des Gebets“ zu sein und sich nicht durch Verwaltungsarbeiten vom eigentlichen Hirtendienst ablenken zu lassen. „Heutzutage sind, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die organisatorischen Aufgaben im Bischofsamt ausfüllend, die Verpflichtungen vielfältig und die Anforderungen zahlreich“, gestand der Papst ein. „Doch die erste Stelle im Leben eines Nachfolgers der Apostel muss Gott vorbehalten sein.“ Und Benedikt XVI. fügte hinzu: „Gerade so helfen wir auch unseren Gläubigen.“

Schon der heilige Gregor der Große habe in seiner „Regula pastoralis“ darauf hingewiesen, dass sich der Hirte durch sein Gebet und die Betrachtung gleichsam über alle anderen erheben müsse. Ein in der Kontemplation verwurzelter Bischof sei in der Lage, die Bedürfnisse der anderen wahrzunehmen und sie sich zu Eigen zu machen. „Das Gebet erzieht zur Liebe und öffnet das Herz für die pastorale Liebe.“ Diese Liebe ermögliche es dem Bischof, auf die Menschen, die ihn aufsuchten, tatsächlich einzugehen.

„Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut; Orte, wo die Menschen rennen und sich verlieren; man lebt, als ob es Gott nicht gäbe“, stellte Benedikt XVI. fest. Gerade dort sollten die Bischöfe Stätten des Gebets schaffen, wo der Mensch Gott begegnen könne. „Besonders will ich euch dazu ermutigen, aus der Kathedrale ein vorbildliches Haus des Gebetes zu machen, vor allem des liturgischen Gebetes.“

Zusammenfassend stellte der Heilige Vater fest: „Kurz gesagt, meine lieben Bischöfe: Seid Männer des Gebets!“