Seine Gedanken und seine Liebe sind präsent: 7. Todestag von Johannes Paul II.

Blumenkreuz in Warschau

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ROM, 4. April 2012 (ZENIT.org). – Dem am 2. April vor sieben Jahren verstorbenen Papst Johannes Paul II. wurde in seinem Heimatland in diesem Jahr auf besondere Weise gedacht. Nicht mehr die Rufe nach dem „Santo Subito“ oder die Trauer standen im Vordergrund, sondern die Freude über die Seligsprechung des polnischen Pontifex am 1. Mai vergangenen Jahres.

In Warschau auf dem Pilsudski-Platz, an dem Karol Wojtyla als Papst Johannes Paul II. in den 1980er Jahren einen Massengottesdienst gefeiert hatte, entstand ein Kreuz aus Blumen. Um 21.37 Uhr, dem Todeszeitpunkt, wurde zum Gedenken eine Schweigeminute gehalten.

Dem in Wadowice geborenen und in Krakau als Erzbischof wirkenden späteren Papst wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in Polen zugeschrieben.

Am 1. Mai 2011, dem Barmherzigkeitssonntag, wurde er von Papst Benedikt XVI. in Rom selig gesprochen.

Der Postulator des Heiligsprechungsverfahrens, Pater Stanislaw Oder, äußerte gegenüber Radio Vatikan, aus der ganzen Welt träfen Hinweise auf Gnaden ein, die auf die Fürsprache des Seligen zurückgeführt würden. Diese würden mit besonderer Sorgfalt geprüft.

Ein weiteres Phänomen sei die Wallfahrt seiner Reliquien:

„Ein anderes Phänomen, das in diesem ersten Jahr seit Johannes Pauls Seligsprechung aufgekommen ist, ist die Wallfahrt seiner Reliquien…Erste Etappe war Mexiko, wo eine Reliquie durch alle Bistümer gereist ist, dann Kolumbien, und zur Zeit befindet sich das Reliquiar in Nigeria.“

Die Reise von Johannes-Paul-Reliquien setze gewissermaßen die zahlreichen Reisen fort, die den „Eiligen Vater“ während seines Pontifikats von 1978 bis 2005 kreuz und quer über den Globus geführt hätten. Somit sei Johannes Paul II. mit seinen Ideen, seinen Gefühlen und seiner Liebe weiterhin präsent, so Pater Oder. [jb]