Selige Liduina Meneguzzi (1901-1941)

Ordensschwester und Missionarin in Afrika

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 229 klicks

Liduina Meneguzzi wurde am 12. September 1901 in Abano Terme bei Padua geboren und auf den Namen Elisa Angela getauft. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf und musste schon früh zum Lebensunterhalt der vielköpfigen Familie beitragen. Im Alter von 25 Jahren beschloss sie, ihr Leben Gott zu weihen, und trat am 5. März 1926 in das „Istituto delle Suore di S. Francesco di Sales“ in Padua ein und nahm den Namen Schwester Maria Liduina an. In den folgenden elf Jahren arbeitete Liduina als Garderobiere, Krankenschwester und Erzieherin in dem Mädchenkolleg „Santa Croce“. Liduina bestach alle durch ihr warmherziges, geduldiges und verständnisvolles Wesen, mit dem sie nicht nur die Herzen der Mädchen eroberte.

Die Selige hegte aber insgeheim seit langem den Wunsch, als Missionarin nach Afrika zu gehen. Ihr Wunsch wurde Wirklichkeit, als im Februar 1937 die Kapuziner in Äthiopien um Hilfe ersuchten und einige der Schwestern aus Padua, darunter auch Liduina, nach Afrika aufbrachen. Am Zielort angekommen, arbeitete die Selige fortan in Dire-Dawa als Krankenschwester. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde das Krankenhaus in ein Lazarett umgewandelt, und Liduina kümmerte sich um alle Pazienten, ungeachtet ihrer Nationalität, Hautfarbe und Konfession, mit der gleichen Hingabe und Fürsorge. Auch als die Selige schwer erkrankte, verrichtete sie weiter ihre Arbeit.

Schwester Maria Liduina starb am 2. Dezember 1941. Sie wurde auf dem Friedhof in Dire-Dawa bestattet. Im Juli 1961 wurden ihre sterblichen Überreste nach Padua überführt. Schwester Maria Liduina wurde am 20. Oktober 2002 seliggesprochen.