Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba hat zahlreiche prominente Befürworter

Unterstützung u.a. durch Weihbischof Andreas Laun und Prof. Dr. Werner Münch, ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt

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MÜNSTER, 19. Oktober 2011 (ZENIT.org). – Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Kirche und Politik des deutschsprachigen Raums setzen sich für eine Seligsprechung des ehemaligen Bischofs von Fulda, Johannes Dyba, ein. Der am 23.7.2000 überraschend verstorbene Oberhirte amtierte zugleich als Militärbischof für die Bundeswehr.

Auf dem Kongress „Freude am Glauben“, der vom 9. bis 11. September 2011 in Karlsruhe stattfand, hat das Christoferuswerk aus Münster erneut Unterschriften für eine Seligsprechung des Bischofs von Fulda gesammelt, der unbeugsam, ob gelegen oder ungelegen, für die Grundsätze des christlichen Glaubens und sittliche Ideale eingetreten sei.

So sei sein Bistum als erstes aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung in Deutschland ausgestiegen, um keine Beratungsscheine ausstellen zu müssen, die der selige Papst Johannes Paul II. als „Lizenzen zum Töten“ bezeichnet hatte. Durch päpstliche Anordnung folgten dann die anderen Bistümer.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Weihbischof Andreas Laun Salzburg, der ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch, Freiburg, der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw, Bayreuth, sowie die Publizistin und Familienmutter Alexandra Linder, Autorin des Buches „Geschäft Abtreibung“ und stellv. Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für alle", ALfA.

Weitere Unterstützer sind: Vier-Sterne-General Henning von Ondarza, der ehem. Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte sowie seine Frau Christiane; Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Urenkel des Luftschiffbauers Ferdinand Graf von Zeppelin, seit 1992 Präsident des Malteser Hilfsdienstes, und seine Frau Amelie, geb. Prinzessin zu Löwenstein.

Auch evangelische Christen gehören zu den Unterzeichnern, darunter Wolfram Ellinghaus, Vorsitzender des Kuratoriums „Deutscher Schulbuchpreis" und Geschäftsführer der LDEZ (Lernen für die deutsche und europäische Zukunft eV.).

Die Würdigung als „Löwe von Fulda“ lehnt sich an die Bezeichnung für den seliggesprochenen „Löwen von Münster“, Kardinal Clemens Graf von Galen, an. Dieser war Bischof von Münster und Bekenner gegen den Ungeist des Nationalsozialismus, der sich weit über Deutschland hinaus großes Ansehen erwarb. Seine weltberühmten Predigten gegen die Diktatur der Nationalsozialisten wurden damals im Inland heimlich weitergegeben. Das Verbreiten von Galen-Predigten war strafbar, im Ausland galten sie als beispielhaft für das „andere Deutschland“.

Dr. Johannes Dyba, der „Löwe von Fulda“, kämpfte ebenfalls gegen den Ungeist seiner Zeit: Er geißelte vor allem den Massenmord an wehrlosen Kindern im Mutterleib. Der Bischof von Fulda beließ es nicht nur bei Worten; er setzte neben der vorbildlichen Hilfe für Mütter auch weitere klare Zeichen; zum Beispiel das von ihm ins Leben gerufene „Glockenläuten für die Ungeborenen“ am 28. Dezember, dem kirchlichen Gedenktag der „Unschuldigen Kinder“ zu Bethlehem.