Seligsprechung von Franz Jägerstätter voraussichtlich am 26. Oktober 2007

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WIEN, 21. Juni 2007 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, kündigte am Donnerstagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Wiener Innenstadt an, dass die Seligsprechung des oberösterreichischen Märtyrers und Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter voraussichtlich am österreichischen Nationalfeiertag (26. Oktober) in Linz stattfinden wird.



Der Kardinal nannte Jägerstätter einen „Märtyrer des Gewissens“ und „Zeugen der Seligpreisungen der Bergpredigt“. Der „einfache Bauer“ und Mesner aus Sankt Radegund (Oberösterreich) habe „deutlicher als viele seiner Zeitgenossen die völlige Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens und des verbrecherischen Systems des Nationalsozialismus“ erkannt. „Obwohl er sich der Konsequenzen bewusst war, sah er sich auf Grund seiner Gewissensentscheidung veranlasst, den Kriegsdienst für Hitler zu verweigern.“

Franz Jägerstätter ist nach Worten von Kardinal Schönborn ein leuchtendes Beispiel für die Bereitschaft und den „Mut, den Gewissensentscheid – am Evangelium geschärft – auch unter Schwierigkeiten durchzuhalten“.

Der Postulator des Selig- und Heiligsprechungsprozesses, der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer, gewährt in einem ausführlichen ZENIT-Interview Einblick in das Innenleben des zukünftigen Seligen.