Seligsprechung von "Madre Speranza" (Maria Josefa Alhama Valera)

Ein Leben für die Armen und Kranken

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 352 klicks

Am Samstag Vormittag, dem 31. Mai, um 11.00 Uhr, wird in Collevalenza (Provinz Perugia) die Gründerin der Kongregationen der „Ancelle e dei Figli dell’Amore Misericordioso“, Madre Speranza di Gesù (Mutter Hoffnung Jesu; mit bürgerlichem Namen Maria Josefa Alhama Valera), seliggesprochen. 

Maria Giuseppa Alhama Valera wurde am 29. September 1893 in Murcia in Spanien geboren. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Als Kind wurde sie dem Pfarrer, Don Manuel Allaga, und dessen beiden Schwestern anvertraut. Sie erhielt eine schulische Grundbildung und lernte, einen Haushalt zu führen. Im Alter von 21 Jahren verließ sie den Haushalt. Sie wollte ein Gott geweihtes Leben führen. Schließlich trat sie dem „Istituto delle Figlie del Calvario“ bei. Dort lebte sie in Halbklausur und nahm am 15. August 1916 den Namen „Speranza di Gesù Agonizzante“ (Hoffnung auf den sterbenden Jesus) an.

Die Schwestern des Instituts entschieden sich 1921, sich mit dem Orden der „Missionarie Claretiane“ zusammenzuschließen. Am 19. November 1921 legte Speranza zusammen mit vier weiteren Schwestern die ewigen Gelübde ab und nannte sich fortan „Esperanza di Santiago“ (Hoffnung von Santiago). 1922 begann sie, unter gesundheitlichen Problemen zu leiden, die sie mehrfach in Todesgefahr brachten. Bis 1930 blieb sie in der Kongregation, dann beschloss sie, in Madrid ein eigenes Haus zu gründen, „Nuestra Señora de la Esperanza“, und eine eigene Kongregation, die „Ancelle dell’Amore Misericordioso“. Ihre Fürsorge galt vor allem den Armen und Kranken. Im Mai 1936 begab sich Speranza nach Rom, um hier ein Haus in einer der ärmsten Gegenden der Stadt anzumieten. Speranza fand Widerspruch auf kirchlicher Seite und wurde im August 1940 für drei Tage im Sant‘Uffizio zu der von ihr gegründeten Kongregation und ihren Visionen befragt. Am 10. April 1941 wurde die Kongregation dem Schutz des Vatikans unterstellt und Speranza zur Generaloberen ernannt. 1957 gründete sie eine weitere Kongregation, die „Figli dell’Amore Misericordioso“. Im selben Jahr, am 18. August 1951, zog sie nach Collevanza in Umbrien, wo sie die Gemeinschaft der „Ancelle e Figli dell’Amore Misericordioso“ ins Leben rief. Speranza blieb bis 1976 Generaloberin. Papst Johannes Paul II. besuchte sie am 22. November 1981. Speranza starb am 8. Februar 1983. Der Seligsprechungsprozess wurde am 24. April 1988 eingeleitet. Sie wurde am 23. April 2002 als verehrungswürdig erklärt.