Seligsprechung von Mutter Maria Theresia Bonzel (1830-1905)

Am 10. November feierlicher Festakt im Hohen Dom zu Paderborn

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 504 klicks

In Paderborn wird, wie das Erzbistum berichtet, am 10. November 2013 in einem feierlichen Gottesdienst Mutter Maria Theresia Bonzel (1830-1905) in den Kreis der Seligen aufgenommen werden. Der Messe wird der Präfekt der Päpstlichen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Angelo Kardinal Amato SDB, vorstehen.

Mutter Maria Theresia Bonzel war Gründerin und bis zu ihrem Tod Oberin der „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“ in Olpe. Das Ereignis ist für die Ordensschwestern umso bedeutender, da sie am 20. Juli 2013 ihr 150-jähriges Ordensjubiläum „150 Jahre anbeten und anpacken – 150 Jahre für-mit-bei-einander“ feierten. Das Seligsprechungsverfahren für Mutter Maria Theresia Bonzel war bereits 1961 eröffnet worden.

„Die Seligsprechung von Mutter Maria Theresia Bonzel ist für das Erzbistum Paderborn eine große Freude. Das Leben und segensreiche Wirken von Mutter Maria Theresia Bonzel lässt sich mit den Worten ‚Gott führte, sie ging‘ treffend beschreiben. Mit ihrer Seligsprechung würdigt die Kirche ihre Christus-Nachfolge“, erklärte Erzbischof Hans-Josef Becker.

„Die Seligsprechung unserer Ordensgründerin Mutter Maria Theresia Bonzel ist für uns Olper Franziskanerinnen ein Tag der Gnade. Darauf haben viele unserer älteren Mitschwestern seit langem gewartet und dafür gebetet“, äußerte die Generaloberin des Ordens, Schwester Magdalena Krol OSF.

Mutter Theresia Bonzels Wirken war durch Nächstenliebe gezeichnet. 1860 gründete Mutter Maria Theresia Bonzel, die am 17. September 1830 als Regina Christine Wilhelmine „Aline“ Bonzel geboren wurde, in Olpe eine Ordensgemeinschaft, die sich vor allem um Waisenkinder kümmerte. Sie errichtete im Sauerland das erste Waisenhaus. Seit 1875 breitete sich der Orden weltweit aus: es entstanden Konvente in Nordamerika, auf den Philippinen und in Brasilien. 1902 gründete Mutter Maria Theresia Bonzel die „Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen“ (GFO), die der wirtschaftlichen und rechtlichen Absicherung des Ordens diente und seit 1995 „Maria-Theresia-Bonzel-Stiftung“ heißt. Weltweit betreut sie 40 Einrichtungen mit rund 8.000 Mitarbeitern.

Die Generaloberin der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung, Schwester Magdalena Krol OSF, bekräftigte: „Nach 150 Jahren hat sich unser äußeres Erscheinungsbild strukturell geändert, aber nicht unsere Identität. Unsere Verantwortung ist und bleibt im Sinne unserer Stifterin das Heute und die Sorgen und Nöte der Menschen.“

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