Seligsprechungsprozess eröffnet: Argentinische Mutter entschied sich für ihr Kind und gegen eine „therapeutische“ Abtreibung

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BAHÍA BLANCA, 7. Februar 2007 (ZENIT.org).- Eine junge argentinische Mutter, María Cecilia Perrín de Buide, die eine Abtreibung abgelehnt hatte, die fälschlicherweise als „therapeutisch“ bezeichnet worden war, und im Alter von 28 Jahren starb, um das Leben ihrer Tochter zu retten, könnte demnächst zur Ehre der Altäre erhoben werden.



María Cecilia Perrín wurde am 22. Februar 1957 in Punta Alta (Buenos Aires, Argentinien) als drittes von fünf Kindern geboren.

Sie wuchs in einer Familie auf, die tief im christlichen Glauben verwurzelt und für das Wirken des Heiligen Geistes offen war. Ihre Familie befand sich unter den ersten in Punta Alta, die sich der von Chiara Lubich gegründeten Fokolar-Bewegung anschlossen.

Am 20. Mai 1983 heiratete Cecilia Luis Buide. Im Februar des darauf folgenden Jahres wurde bei ihr während einer Schwangerschaft ein Krebs diagnostiziert.

Das Krebsleiden schien unheilbar. Trotzdem freute sich Cecilia sehr über ihr ungeborenes Kind. Als die Ärzte ihr den Vorschlag unterbreiteten, eine so genannte „therapeutische“ Abtreibung vorzunehmen, um ihr Leben zu retten, lehnte Cecilia dies aufgrund ihrer christlichen Überzeugung ab und überließ sich ganz dem Willen des Herrn. Dabei erhielt sie Kraft und Rückhalt aus ihrem tiefen Glauben, aus ihrer Liebe zum „verlassenen Jesus“, aus der Zuneigung ihres Ehemanns, ihrer Familie und ihrer Freunde sowie aus der starken Einheit mit jenen, die ihr Lebensideal in der Fokolar-Bewegung teilten.

Sie schrieb: „Heute habe ich zu Jesus Ja sagen können, dass ich trotz allen Schwierigkeiten an seine Liebe glaube und dass alles seine Liebe ist; Dass ich mich ihm hingebe.“

Am 17. Juli 1984 kam ihre Tochte María Agustina auf die Welt, der sie voller Freude ihre mütterliche Zuneigung schenkte, bis sie am 1. März 1985 im Alter von 28 Jahren starb.

Ihre sterblichen Reste ruhen aufgrund eines ausdrücklichen Wunsches der Verstorbenen im kleinen Dorf Mariápolis Lía (O’Higgins, Buenos Aires), das von der Fokolar-Bewegung gegründet wurde. Cecilia hatte die Sehnsucht gespürt, dass jene, die ihr Grab aufsuchten, einen Ort der Freude und der Hoffnung vorfinden würden und nicht einen Ort des Todes und der Trostlosigkeit.

Der Ruf ihrer Heiligkeit, die Heldenhaftigkeit ihrer Hingabe, ihr Beispiel eines christlichen Lebens und zahlreiche Bittgebete, die erhört worden sind, haben bewirkt, dass der Erzbischof von Bahía Blanca, Guillermo José Garlatti, am 10. November 2005 vom Heiligen Stuhl die Zustimmung erhielt, das Selig- und Heiligsprechungsverfahren der Dienerin Gottes María Cecilia Perrín de Buide einzuleiten.