Senegal: Ausbildungshilfe für Seminaristen

Ein Fünftel angehender Priester weltweit sind Afrikaner

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ROM, 8. November 2012 (ZENIT.org/KIN). - Mehr als ein Fünftel aller angehenden Priester weltweit sind Afrikaner. Noch vor hundert Jahren hätte wohl niemand an eine derartige Entwicklung gedacht. In vielen afrikanischen Ländern gab es damals noch gar keinen einheimischen Klerus. Die Kirche war gänzlich vom Einsatz ausländischer Missionare abhängig.

Im westafrikanischen Senegal wurden hingegen bereits 1841 drei einheimische Priester geweiht. Ihre Ausbildung hatten sie in Paris absolviert. 1857 wurde in Sebikhotane (Erzdiözese Dakar) das erste Priesterseminar des Senegal gegründet. 1861 wurde der erste Seminarist zum Priester geweiht, der seine Ausbildung vollständig im Senegal absolviert hatte. In dem westafrikanischen Land wurde 1939 erstmals ein Afrikaner Bischof.

Senegal hat heute knapp 13 Millionen Einwohner, von denen mehr als 90 Prozent Muslime sind. Obwohl Katholiken nur eine Minderheit von fünf Prozent ausmachen, unterhält die Kirche 240 Schulen und 259 karitative Einrichtungen, wie beispielsweise Waisenhäuser und Krankenstationen. Rund 300 Diözesan- und etwas mehr als 120 Ordenspriester betreuen die Gläubigen.

Das Seminar von Sebikhotane existiert bis heute. Mit der Zeit wurde es allerdings zu klein. 1987 wurde ein weiteres Seminar in Brin in der Diözese Ziguinchor im Süden des Landes gegründet. Dort studieren zurzeit 42 Seminaristen aus allen sieben Diözesen Senegals.