Share the Good News: Marschplan für die Kirche in Irland

Redebeitrag von Bischof Kieran OReilly SMA, Bischof von Killaloe (Irland)

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VATIKANSTADT, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Während der 14. Generalkongregation der Bischofssynode am Dienstag, dem 16. Oktober, sprach Bischof Kieran O’Reilly von Killaloe (Irland) über ein Projekt der Irischen Bischofskonferenz mit dem Namen „Share the good news“.                                                                                                                                                                                               

[Wir veröffentlichen den zusammengefassten Redebeitrag in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

Die glückliche Erfahrung des kürzlich gefeierten Internationalen Eucharistischen Kongresses in Irland wurde bestärkt durch die Veröffentlichung eines neuen Direktoriums für die Katechese in Irland mit dem Titel: „Share the Good News“ („Gib die Frohe Botschaft weiter“). Dieses Dokument der Bischofskonferenz ist für die irische Kirche ein Marschplan.

„Share the Good News“ ist auf die vollständige Darlegung des Glaubens, den Katechismus der Katholischen Kirche, ausgerichtet und sucht nach sicheren Wegen, die im Katechismus enthaltenen Schätze den Menschen im heutigen Irland schneller zur Verfügung zu stellen. Das Dokument ist auch ein Aufruf zum Handeln und will den Kirchenmitgliedern dabei helfen, auf vertraute Weise von der Frohbotschaft, die sich jede Generation von Gläubigen neu aneignen muss, zu sprechen. Es beinhaltet ein 10-Jahres-Programm: die ersten beiden Jahre dienen der Umsetzung und Bekanntmachung des Direktoriums, drauf folgt eine völlige Umsetzung in den Diözesen Irlands.

Zusammen mit „Share the Good News“ muss für eine tiefere Kenntnis und ein besseres Verstehen der Frohbotschaft, so wie sie im Neuen Testament verkündet und gelebt wird, Sorge getragen werden. Ich zitiere Verbum Domini, Nr. 51: Die Kirche „...ist eine Gemeinschaft, die das Wort Gottes hört und verkündet. Die Kirche lebt nicht von sich selbst, sondern vom Evangelium und schöpft aus dem Evangelium, immer wieder aufs Neue, Orientierung für ihren Weg“. Das verlangt ein breiteres und bedeutendes Bibelapostolat.

Die irische Kirche hat auf dramatische Weise die neueren Krisen durchlitten und erleidet sie immer noch. Gleichzeitig hat sie mit den gleichen Auswirkungen der Säkularisierung wie viele andere Länder, besonders in Europa, zu kämpfen. Als Konsequenz muss die Kirche jetzt mit einer Stimme sprechen, die zwar von Hoffnung getragen, aber demütig, voll Vertrauen aber auch barmherzig ist und ihren Autoritätsanspruch sichtbarer aus der Frohbotschaft und der Liebe Christi bezieht. Das ist der Raum, in dem sich die Neuevangelisierung verwirklichen kann.

Ich hoffe auf eine ermutigende Botschaft dieser Synode an alle Mitarbeiter an der Neuevangelisierung, besonders auch an die vielen Frauen, die in unserem Kirchenleben eine wichtige Rolle spielen. Wir sollten unsere Dankbarkeit ausrücken für all ihr großzügiges Engagement in der Verbreitung der Frohbotschaft in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens, in denen sie zentral gegenwärtig sind: in der Arbeit, den Schulen, der Familie und dem Gesundheitswesen. Sie und andere in unseren Glaubensgemeinschaften wirkenden Mitglieder wünschen und erhoffen sich von dieser Synode eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung, und wir unsererseits möchten sie auffordern, sich mit dem Mut des Evangeliums für die neue Evangelisierung in den verschiedenen Aeropagen unserer Zeit einzusetzen.